Salzburger strafen SPÖ und ÖVP mit Rekord-Verlusten ab

Grüne nach Rekord-Zugewinnen in Jubellaune
Grüne nach Rekord-Zugewinnen in Jubellaune ©APA
Mit einem Rekord-Verlust für die amtierenden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP  reagierten die Salzburger bei der Landtagswahl auf den Finanzskandal. Noch nie in der Zweiten Republik haben SPÖ und ÖVP gemeinsam bei einer Landtags- oder Bundeswahl so viel verloren wie am gestrigen Wahltag. Rekord-Zugewinne konnten dagegen von den Grünen generiert werden.
Alles zur Landtagswahl in Salzburg
Die Grünen überraschten
Erste Hochrechnung
Gabi Burgstaller tritt zurück
Haslauer will mit allen Parteien reden
Vorläufiges Ergebnis

Rekord-Verluste für SPÖ und ÖVP

Noch nie in der Zweiten Republik haben SPÖ und ÖVP gemeinsam bei einer Landtags- oder Bundeswahl so viele Stimmen verloren wie am gestrigen Wahltag, als vorläufiges Ergebnis liegt derzeit ein Wett von 23,10 Prozentpunkten Verlust vor. Erst einmal war der Verlust beinahe so hoch, und zwar 1949 in Vorarlberg, als ÖVP und SPÖ beim ersten Antritt des FPÖ-Vorgängers “Wahlpartei der Unabhängigen” zusammen 22,01 Prozentpunkte einbüßten.

Rekord-Zugewinne für die Grünen

Bisher gab es zweistellige rot-schwarze Verluste meist, weil die Blauen massiv Stimmen zugewannen. Nach dem ersten Antritt der FPÖ bei den Landtagswahlen 1949 war dies vor allem zur Zeit von Jörg Haider der Fall, auch 2008/2009 bei der Nationalratswahl sowie den Landtagswahlen in Tirol und Vorarlberg, wo die FPÖ nach ihrem Ausscheiden aus der Bundeskoalition wieder stark zulegte.

Bei der gestrigen Salzburg-Wahl war dies nicht der Fall: Von den Verlusten der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP profitierten vor allem die Grünen. Sie schafften einen Rekord-Zuwachs von 12,81 Prozentpunkten, die FPÖ nur ein Plus von 4,02 Prozentpunkten. Die neue Liste Stronach erreichte bei ihrem ersten Antritt 8,34 Prozentpunkte.

(APA)

  • VIENNA.AT
  • Acom Salzburg
  • Salzburger strafen SPÖ und ÖVP mit Rekord-Verlusten ab
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen