Nach Salzburg-Wahl: Haslauer will mit allen Parteien sprechen

Wilfried Haslauer will nach der Landtagswahl in Salzburg mit allen Parteien sprechen.
Wilfried Haslauer will nach der Landtagswahl in Salzburg mit allen Parteien sprechen. ©EPA
Dutzende Unterstützer und FUnktionäre gratulierten VP-Cher und wohl auch dem nächsten Salzburger Landeshauptmann, Wilfried Haslauer, am Sonntagnachmittag zu dem Wahlergebnis der Landtagswahl in Salzburg 2013.

“Ich werde mit allen Parteien sprechen, den Gepflogenheiten entsprechend – mit der Nummer zwei, mit der Nummer drei”, kündigte Haslauer nach Bekanntwerden der ersten noch inoffiziellen Hochrechnungen zur Landtagswahl in Salzburg an. Der VP-Chef hatte vor der Wahl betont, eine Zweierkoalition anzustreben und eine Regierung mit drei Parteien nur dann bilden zu wollen, wenn das rechnerisch nicht anders möglich wäre.

Haslauer will nach Landtagswahl mit allen Parteien sprechen

Koalitionsansagen gebe es von ihm noch keine, betonte Haslauer. Beim Parteipräsidium am Montagabend soll ihm aber der Auftrag für Regierungsverhandlungen erteilt werden, sagte der VP-Chef, bevor er in den Sitzungssaal ging, um mit seinen Parteifreunden die erste offizielle Hochrechnung nach Wahlschluss anzusehen. Das Ergebnis der ÖVP wurde dabei mit Jubel und Applaus begrüßt. Der Absturz des Koalitionspartners SPÖ wurde still zur Kenntnis genommen.

Der Salzburger ÖAAB-Chef und designierte Finanzlandesrat Christian Stöckl plädierte für eine schwarz-grüne Koalition, sollte sich das rechnerisch ausgehen. Für eine Neuauflage von schwarz-rot forderte Stöckl am Sonntag gegenüber der APA eine personelle Neuaufstellung der Salzburger SPÖ.

“Meines Erachtens muss sich personell einiges ändern, bei der SPÖ, wenn es zu einer Koalition kommen soll”, sagte Stöckl. Lieber wäre ihm aber offenbar eine Zusammenarbeit mit den Grünen, sollte das möglich sein: “Schwarz-Grün ist eine sehr interessante Variante”, sagte Stöckl, betonte aber, dass das nur seine persönliche Meinung sei. Und: “Ich hoffe, dass sich mehrere Varianten ausgehen.” Das stärke die ÖVP schließlich auch in den Verhandlungen. Unter den Gratulanten war auch Franz Schausberger, der von Burgstaller 2004 verdrängte Landeshauptmann.

ÖVP in Salzburg: “Kein Triumpherfolg”

Für den Salzburger VP-Chef und wohl auch künftigen Landeshauptmann Wilfried Haslauer ist der Wahlsieg “kein Triumpherfolg”. “Wir haben auch Federn lassen müssen, mehr als ich befürchtet habe”, gestand Haslauer vor Journalisten mit Blick auf das historisch schlechteste Landesergebnis seiner ÖVP ein. Nun werde man sich Schritt für Schritt daran machen, das Vertrauen zurückzugewinnen.

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