Rendi-Wagner fordert strengere Kontrollen der 3-G-Regeln

Laut Rendi-Wagner hätte Kanzler Kurz ein "riskantes Signal" ausgesendet.
Laut Rendi-Wagner hätte Kanzler Kurz ein "riskantes Signal" ausgesendet. ©APA/ROBERT JAEGER
Am Freitag hat SPÖ-Chefin Rendi-Wagner strengere Kontrollen der 3-G-Regeln gefordert. Sie nannte drei Punkte, die eine böse Überraschung im Herbst verhindern sollen.

SPÖ-Chefin und Epidemiologin Pamela Rendi-Wagner hat angesichts des sich zuspitzenden Corona-Lage strenge Kontrollen der 3-G-Regeln gefordert. "Es muss verhindert werden, dass es im Herbst eine böse Überraschung gibt. Dafür ist es notwendig, auf der sicheren Seite zu sein. Fehler, die letzten Sommer passiert sind, dürfen nicht wiederholt werden", sagte Rendi-Wagner am Rande einer Pressekonferenz am Freitag.

Rendi-Wagner: Kanzler Kurz sendete "riskantes Signal"

Von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kam zuletzt ein "riskantes Signal", dass die Pandemie vorbei sei. "Das ist falsch: die Pandemie ist noch nicht vorbei. Das sehen wir an den stark steigenden Infektionszahlen. Damit wir im Herbst keine böse Überraschung erleben, braucht es Sachlichkeit, Vernunft und Vorsicht - keine Schönfärberei und Träumereien", so Rendi-Wagner.

Rendi-Wagner empfielt drei Punkte

Um auf der sicheren Seite zu sein, sind ihrer Ansicht nach drei Punkte wichtig: Die Masken dürfen nicht überall fallen und sollten überall, wo kein 3-G gilt, bleiben. Aufgrund der stark zirkulierenden neuen Virusvarianten sollten zudem kostenlose PCR-Tests nach Wiener Vorbild in ganz Österreich stark ausgeweitet werden - es braucht nicht nur "Wiengurgelt" , sondern auch "Österreich gurgelt". Und es müssten sich mehr Menschen impfen lassen, und die Zweitimpfung sollte vorgezogen werden. Die Corona-Impfung müsse nahe zu den Menschen kommen, zum Beispiel bei großen Supermärkten und Veranstaltungen - einfach und ohne Anmeldung.

Wichtig sei aber auch, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. "3G, 2G, 1G - wenn nicht strengstens kontrolliert wird, bringen die besten Regeln nix", betonte die SPÖ-Chefin.

Scharfe Kritik an Kurz kommt auch von Christian Deutsch

Scharfe Kritik an der Regierung und vor allem an Bundeskanzler Kurz übte auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch in einer Aussendung. "Während zahlreiche Experten bereits vor steigenden Corona-Infektionszahlen gewarnt haben, hat Kurz weiterhin einen unbeschwerten 'Sommer wie damals' ausgerufen, für 22. Juli sogar weitere Öffnungen angekündigt und sich auf ÖVP-Plakaten österreichweit mit der Botschaft 'Die Pandemie gemeistert' abbilden lassen. Wie die gestern von der Regierung verordneten Verschärfungen zeigen, hat Kurz die Menschen mit seinen Heilsversprechen in eine falsche Sicherheit gewiegt. Mit seinem völlig unverantwortlichen Zick-Zack-Kurs verunsichert Kurz die Menschen und gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung", kritisierte Deutsch und forderte von der ÖVP, ihre Sommer-Plakate wieder abzunehmen.

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(APA/Red)

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