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Probleme bei Impfstoff-Lieferungen in Wien

Wien erhält im April wohl rund 30.000 weniger Impfdosen als geplant.
Wien erhält im April wohl rund 30.000 weniger Impfdosen als geplant. ©APA/HERBERT NEUBAUER
In Wien treten neue Unsicherheiten bei den Impfstoff-Lieferungen auf. Die Zusage von insgesamt 700.000 Impfdosen bis Anfang Mai dürfte nicht halten. Auswirkungen auf den Wiener Impffahrplan soll es aber keine geben.

Bis 2. Mai soll die Bundeshauptstadt Wien insgesamt 700.000 Impfdosen im Kampf gegen das Coronavirus erhalten. Ob diese Lieferversprechungen halten, ist unsicher. Es könnten 20.000 bis 30.000 Dosen weniger als ursprünglich in Aussicht genommen verfügbar sein, hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Auswirkungen auf Impftermine hat das vorerst keine.

Impfungen: Lieferstopp bei Johnsons & Johnson

Vorerst nicht mehr kalkuliert wird mit knapp 3.600 Dosen des Herstellers Johnson & Johnson, die Wien in der laufenden Woche bekommen hätte sollen. Weitere 6.700 waren für die letzte April-Woche avisiert worden. Johnson & Johnson hat allerdings die Auslieferung seines Impfstoffs nach Europa gestoppt, nachdem die Behörden in den USA eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit diesem Wirkstoff empfohlen hatten - in Einzelfällen waren nach der Impfung Sinusvenenthrombosen diagnostiziert worden.

17.000 AstraZeneca-Dosen wackeln

Weiterhin Schwierigkeiten gibt es für die Wiener Verantwortlichen mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Bei 17.000 Dosen, die im Impfplan vorgesehen sind, ist die Lieferung noch nicht bestätigt.

Keine Auswirkungen auf Impffahrplan

Ungeachtet der Probleme müssen Wienerinnen und Wiener mit einem konkreten Impftermin aber nicht befürchten, dass dieser abgesagt wird. "Vorerst gibt es keine Auswirkungen auf den Impffahrplan", hieß es seitens der Stadt Wien. Biontech/Pfizer liefere beständig und zuverlässig, bei AstraZeneca habe man "kleine Reserven" angelegt, somit sei gewährleistet, dass die für eine Vollimmunisierung erforderlichen anstehenden Zweitstiche durchgeführt werden können.

Keine Sanktionen bei Termin-Absage

Wer in Wien mehrfach einen konkreten Impftermin nicht wahrnimmt, weil er einen bestimmten Impfstoff ablehnt und beim Ersatztermin auf einen anderen Impfstoff spekuliert, wird übrigens nicht sanktioniert. Wie die "Kronen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) berichtete, sollen in der Steiermark Impf-Kandidaten, die aus Berechnung zweimal einen Termin nicht wahrnehmen, mittlerweile gesperrt bzw. ruhend gestellt werden. In Wien kann man sich demgegenüber bei Nichterscheinen neuerlich anmelden und wird dann regulär wieder in die Warteschlange eingereiht. Darauf spekulieren, dass man mit ein bisschen Warten einen anderen Impfstoff zugeteilt bekommt, sollte man allerdings nicht. "Man kann sich den Impfstoff nicht aussuchen", wurde seitens der Stadt Wien bekräftigt.

(APA/Red)

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