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NEOS orten überteuerte Corona-Tests für Tourismus

Bei den Tourismus-Tests zahlen die Steuerzahler laut den NEOS drauf.
Bei den Tourismus-Tests zahlen die Steuerzahler laut den NEOS drauf. ©APA/HERBERT NEUBAUER
"Das Projekt Safe A ist ein steuerfinanzierter Flop", ärgert sich NEOS-Wirtschaftssprecher Josef Schellhorn über die hohen Kosten für Corona-Tests im Tourismus.
Erst 10.200 Abstriche durchgeführt
Corona-Tests für alle Tourismus-Mitarbeiter

Die NEOS stören sich an den Kosten für Coronatests im Tourismus. Der Bund, also der Steuerzahler, zahlt pro Test pauschal 85 Euro. Doch in Bayern kosteten Tests nur 52 Euro, kritisieren Gesundheitssprecher Gerhard Loacker und Wirtschaftssprecher Josef Schellhorn. Sie haben am Donnerstag gegenüber der APA eine parlamentarische Anfrage an Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) angekündigt.

Steuerzahler finanzieren Tests für Tourismus mit: Kritik an Kosten

Beim sogenannten Projekt "Safe A" stört sich die kleinste Oppositionspartei daran, dass die Unternehmensberatung McKinsey engagiert worden ist. Sie will erfahren, wer "tatsächlich" für hierbei entstehenden Kosten aufkommt. "Wer finanziert das kolportierte McKinsey-Honorar von wöchentlich 200.000 Euro?", fragen die NEOS und glauben auch eine Antwort zu haben: "Der Steuerzahler zahlt das durch überteuerte Tests."

Tourismusministerium und Wirtschaftskammer betonen, dass die Beratungsfirma von einem Labor-Konsortium beauftragt worden sei, dessen Mitglieder die Coronatests durchführen. Derzeit sind laut Ministerium 17 Labore registriert und damit berechtigt, die Testungen durchzuführen.

Auch in anderen Ländern günstigere Corona-Tests

"In Österreich ist der Test vom bayerischen Preis her betrachtet um 60 Prozent höher als dort", so Loacker. Auch in anderen Ländern gebe es günstigere Tests, so Schellhorn. "Das Projekt Safe A ist ein steuerfinanzierter Flop", sagt der Politiker und Hotelier. "Man erwartet von uns Tourismusbetrieben, dass wir unsere Mitarbeiter freiwillig testen lassen - ohne Teststrategie und ohne Leitfaden."

Auch SPÖ kündigt Anfragen an Köstinger an

Auch die SPÖ hat am Donnerstag mehrere parlamentarische Anfragen rund um die Coronatests im Tourismus an Köstinger angekündigt. Hinterfragt werden sollen die Teststrategie und die Geldflüsse dahinter. Wie die NEOS stören sich die Sozialdemokraten daran, dass die Beratungsfirma McKinsey beim Projekt "Safe A" mit involviert ist.

"Beim Testkonsortium fehlt jede Transparenz", kritisierte Vize-Klubobmann Jörg Leichtfried in einer Aussendung. "Wer hat die Labore, die Berater ausgewählt? Wer zahlt die Honorare? Was sind die tatsächlichen Leistungen? Wie sieht das Konzept aus?", wollen er und SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher wissen.

(APA/Red)

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