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Nehammer: Ein-Täter-Theorie nach Videoanalyse bestätigt

Innenminister Karl Nehammer informierte am Mittwch über die aktuelle Lage nach dem Anschlag in Wien.
Innenminister Karl Nehammer informierte am Mittwch über die aktuelle Lage nach dem Anschlag in Wien. ©APA
Nach dem Anschlag in Wien konnte das Videomaterial nun durchgesehen werden und die Ein-Täter-Theorie bestätigt. Außerdem fordert Innenminister Nehammer eine Unabhängige Untersuchungskommission.
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Der Wiener Terroranschlag dürfte tatsächlich nur durch den einen - erschossenen - Täter erfolgt sein.

20.000 Videos von Anschlag in Wien gesichtet: Ein-Täter-Theorie bestätigt

Die mehr als 20.000 der Polizei übermittelten Videos seien fertig ausgewertet, die Ein-Täter-Theorie habe sich dadurch bestätigt, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) Mittwoch in einer Pressekonferenz. Die erhöhte Sicherheitsstufe für Wien bleibt dennoch aufrecht, erfuhr die APA im Innenministerium.

Die Polizei hatte mehr als ein Terabyte an Daten von dem Anschlag in der Wiener Innenstadt am Montagabend auszuwerten. Für die Übermittelung der Videos war ein eigener Upload eingerichtet worden.

BVT wurde von slowakischem Geheimndienst informiert

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz eingestanden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) vom slowakischen Geheimdienst über den versuchten Munitionskauf des 20-jährigen Wiener Terrorattentäters informiert wurde - aber "in weiteren Schritten offensichtlich in der Kommunikation etwas schief gegangen ist". Der Minister will jetzt eine Unabhängige Untersuchungskommission einrichten.

Zwei Tage nach dem islamistisch motivierten Anschlag in der Wiener Innenstadt befinden sich die heimischen Verfassungsschützer in Erklärungsnot. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bestätigte, dass die slowakische Polizei ihren hiesigen Kollegen vom Versuch des 20-jährigen Terrorattentäters, Munition zu kaufen, berichtet hatte. Bloß dürfte danach nicht mehr allzu viel passiert sein, obwohl Kujtim F. bereits 2019 wegen terroristischer Vereinigung verurteilt worden war.

Nehammer räumte Fehler ein

Nehammer räumte am Mittwoch in einer Pressekonferenz ein, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) vom slowakischen Geheimdienst über den versuchten Munitionskauf des 20-jährigen Wieners informiert wurde. Bei den weiteren Schritten sei jedoch "offensichtlich in der Kommunikation etwas schief gegangen". Daher will der Minister eine unabhängige Untersuchungskommission einrichten. Dies wolle er auch dem Nationalen Sicherheitsrat vorschlagen, der Mittwochnachmittag tagte.

Die Information der slowakischen Behörden dürfte jedenfalls im BVT geblieben sein. Bei der Justiz ist jedenfalls kein Hinweis über den Vorfall eingelangt, wie die Leiterin der Sektion Einzelstrafsachen im Justizministerium, Barbara Göth-Flemmich, betonte. Laut StA Wien wurde der Journalstaatsanwalt erst in der Nacht des Anschlags über dieses Detail informiert.

Ein-Täter-Theorie nach Wien-Anschlag bestätigt

Gesichert dürfte jedenfalls sein, dass der unmittelbare Terrorakt durch den einen - erschossenen - Täter verübt wurde. Jedenfalls stütze die Videoauswertung die Ein-Täter-Theorie, wie Nehammer erklärte. Mehr als 20.000 Videos seien fertig ausgewertet worden, mehr als ein Terabyte an Daten. Darunter sowohl Videos aus Überwachungskameras als auch jene, die der Polizei übermittelt wurden. Derzeit gingen die Ermittler daran, das Bewegungsprofil anhand der Erkenntnisse aus der Videoauswertung zu er- und überarbeiten.

Die 14 bei Razzien in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich Festgenommenen seien zwischen 18 und 28 Jahre alt und würden über Migrationshintergrund verfügen bzw. hätten andere Staatsbürgerschaften, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf. Bei den insgesamt 18 Hausdurchsuchungen wurde einiges sichergestellt, darunter etliche Datenträger, die nun umfassend ausgewertet werden müssen.

(APA/Red)

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