Meinungsumfrage zur Verbindungsbahn-Neu zeigt: Nachbesserungen gefordert

Laut Umfrage bedarf es beim ÖBB-Projekt noch Nachbesserungen.
Laut Umfrage bedarf es beim ÖBB-Projekt noch Nachbesserungen. ©ÖBB
In Wien-Hietzing wurde eine Meinungsumfrage zum ÖBB-Projekt "Verbindungsbahn-Neu" durchgeführt. Die Ergebnisse seien laut Bezirkschefin Silke Kobald eine deutliche Absage an die derzeitigen Pläne, auch der ÖAMTC betont, dass der Umbau noch Nachbesserungen bedarf.
Meinungsumfrage gestartet
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Bezirkschefin gegen ÖBB-Pläne

IFES und GfK erhoben im Auftrag der Bezirksvorstehung Hietzing die Stimmung der Bevölkerung zum umstrittenen Thema Verbindungsbahn-Neu. “Die repräsentativen Ergebnisse der Hietzinger Bevölkerung bestärken uns in unseren Forderungen und geben uns Rückenwind”, so Bezirkschefin Silke Kobald.

Verbindungsbahn-Neu: Ergebnisse der Meinungsumfrage in Hietzing

Grundsätzlich wird der Ausbau des öffentlichen Verkehrs von den Bezirksbewohnern als wichtig angesehen. Sowohl die kürzeren Intervallen der S80 als auch die zusätzlichen Stationen werden als positiv eingestuft, klare Nachteile hingegen sieht man in einer möglichen Zunahme des Güterverkehrs durch den Bezirk.

Die Optik der neuen Stationen soll ins Stadtbild passen, Lärmschutzwände für Anrainer werden gefordert und Glei-Querungen sollen nach wie vor mit dem Rad oder zu Fuß möglich bleiben. Außerdem unterstützt die Mehrheit der Befragten die Forderung, dass es eine direkte Verbindung zur Vorortelinie S45 geben soll.

“Die Ergebnisse sind eine klare Absage an die derzeit vorliegenden Pläne der ÖBB. Es ist Zeit, dass die ÖBB bei den Planungen auf die Bedürfnisse der Hietzinger Bevölkerung eingeht und eine Adaptierung der derzeitigen Planungen veranlasst, damit ein ‘Jahrhundertirrweg’ vermieden wird”, wiederholt die Bezirksvorsteherin ihre Forderungen in einer Aussendung.

Umbau der Verbindungsbahn braucht auch laut ÖAMTC Nachbesserungen

Für den ÖAMTC ist das Projekt “Verbindungsbahn-Neu” ebenfalls ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Kritisch sieht hingegen auch der Mobilitätsclub den geplanten Entfall der Querungsmöglichkeiten für Autofahrer.

Durch den Wegfall der Eisenbahnkreuzungen ergeben sich für den Kfz-Verkehr Umwegfahrten von bis zu zwei Kilometern. “Das führt dazu, dass die bereits jetzt stark frequentierte Hietzinger Hauptstraße und die Versorgungsheimstraße zusätzlich belastet würden”, erklärt der ÖAMTC-Experte. “Im Sinne der Bewohner Hietzings braucht es eine Lösung der kurzen Wege für alle Verkehrsteilnehmer – etwa durch Unter- oder Überführungen.”

(Red/VKP)

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