Lockdown-Lockerungen: Lugner zeigt sich verhalten optimistisch

Einkaufszentrumsbetreiber Richard Lugner sieht dem Ende des Lockdowns hoffnungsvoll entgegen
Einkaufszentrumsbetreiber Richard Lugner sieht dem Ende des Lockdowns hoffnungsvoll entgegen ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Hoffnung mit Vorbehalt: Richard Lugner, Eigentümer der Lugner City in Wien, ist verhalten optimistisch, was den möglichen Ansturm der Kunden nach der Lockdown-Lockerung ab kommenden Montag betrifft.
Lockdown-Lockerung ab 8. Februar

"Vielleicht kommen wir wieder in die Nähe unserer üblichen 20.000 Besucher pro Tag", meinte der Baumeister am Dienstag im APA-Gespräch. An sich sei "der erste offene Tag nach Weihnachten" ja immer ein recht guter, "aber in unserer Gegend haben die Leute nicht so viel Geld".

Lugner kommentiert das Wieder-Aufmachen-Dürfen

Das Wieder-Aufmachen-Dürfen sieht Lugner "mit einem lachenden und einem weinenden Auge". Er sei froh, dass bald mehr geöffnet werden dürfe, "ich hoffe nur, dass die Infektionszahlen nicht wieder steigen". Derzeit sind von den insgesamt 115 Geschäften in der Lugner City nur 20 offen - ab 8. Februar dürfen insgesamt rund 80 geöffnet sein. Weiter geschlossen bleiben müssen die mehr als 35 Gastronomiebetriebe sowie Fitness und Kino.

Im Corona-Jahr 2020 sind die Umsätze im Einkaufszentrum laut Lugner um ein Fünftel auf 102 Mio. Euro gesunken. Im Jahr 2019 waren es noch 129 Mio. Euro. Übers Jahr gesehen verzeichne man circa 6 Millionen Besucher, im Schnitt 20.000 täglich - "das ist schon seit ewigen Zeiten so".

Lugner rechnet mit möglichem Andrang in der Lugner City

Wenn jetzt nach sechs Wochen wieder fast alles außer der Gastronomie aufmachen dürfe, könnte es schon einen Andrang geben, meint Lugner. Andererseits würden die Menschen durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit von Geldsorgen geplagt und hätten sich teilweise womöglich auch schon an das Online-Einkaufen gewöhnt. Punkten könne ein EKZ im Vergleich zu Einkaufsstraßen durch die vorhandenen Toiletten, das werde fallweise von Besuchern auch ausdrücklich erklärt.

20-Quadratmeter-Regelung: "Wird etwas eng werden"

Die neue 20-Quadratmeter-Regelung pro Kunde oder Kundin hält Lugner für restriktiv: "In ein 100 Quadratmeter großes Geschäft dürfen dann nur fünf Personen hinein - das wird etwas eng werden." Auch der im Handel generell vorgegebene neue 2-Meter-Abstand sei "relativ eng. Das funktioniert kaum. Das ist halt eine Vorschrift."

Corona-Tests bald noch leichter zu bekommen

Corona-Tests, die künftig für den Besuch von Friseuren oder personennahen Dienstleistern wie Kosmetik, Maniküre oder Pediküre Pflicht sind und nicht älter als 48 Stunden sein dürfen, seien in der Lugner City bald noch leichter zu bekommen.

Schon bisher sind in der Garage Schnelltests der Firma "FaTest" möglich, wie sie etwa auch im Donauzentrum oder der SCS angeboten werden. Ab kommender Woche soll es sie auch im EKZ selbst geben, so Lugner: "Nach zehn Minuten gibt es das Ergebnis." Die Kosten von 39 Euro müsse jeder selbst übernehmen. "In der Stadthalle nebenan ist es umsonst, dort muss man sich aber anstellen."

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(APA/Red)

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