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LIVE: Klima-Demo "Fridays for Future" in der Wiener City

Ab 10 Uhr berichten wir LIVE von der Klima-Demo "Fridays for Future" in Wien.
Ab 10 Uhr berichten wir LIVE von der Klima-Demo "Fridays for Future" in Wien. ©APA/Georg Hochmuth
Österreichweit gehen Jugendliche heute für den Klimaschutz auf die Straße. In Wien findet der größte Protest statt. Wir berichten für Sie live ab 10 Uhr von der Demonstration "Fridays for Future".
Klimastreik: Behinderungen in der Innenstadt
Größter Protest in Wien geplant
Aufruf zum Klimastreik am 15. März
Streiken während der Unterrichtszeit erlaubt?
Kein Entschuldigungsgrund für Wiener Schüler
Bilder der Demo in Wien

In sieben Landeshauptstädten Österreichs gehen am Freitag junge Leute bei einem Schulstreik auf die Straße, um im Rahmen der weltweiten Aktion “FridaysForFuture” für Klimaschutz zu demonstrieren. Die größte Veranstaltung wird am Wiener Heldenplatz stattfinden. Bei der Polizei wurden hier 1.000 Teilnehmer angemeldet, es dürften aber mehr Demonstranten kommen.

Die Organisatoren konnten die Teilnehmerzahl am Donnerstag gegenüber der APA nicht abschätzen. “Das ist wahnsinnig schwierig”, sagte Katharina Rogenhofer. Sie habe aber gehört, dass von einigen Schulen die gesamten Oberstufen kommen. Auch aus Niederösterreich, wo wie im Burgenland keine eigene Demo stattfindet, dürften Schüler nach Wien anreisen.

Großkundgebung am Wiener Heldenplatz um 13:00 Uhr

Die Demonstranten treffen einander zwischen 10.00 und 11.00 Uhr an fünf zentralen Punkten, und zwar Hamerlingplatz, Wien-Mitte, Schottentor, Karlsplatz und Mariahilferstraße (Höhe Stiftskirche). Dann geht es zur Großkundgebung auf den Heldenplatz ab 13.00 Uhr. “Danach ziehen wir durch die Innenstadt, vorbei an zentralen politischen Punkten, die wir mit unserem Protest direkt ansprechen und zum Handeln auffordern”, hieß es seitens der Organisatoren. Das Ende ist für 15.00 Uhr geplant.

Der ÖAMTC ging von teils erheblichen Verzögerungen im Straßenverkehr aus. Ab etwa 11.00 Uhr ist etwa zeitweise mit mehreren Ringsperren auf unterschiedlichen Abschnitten zu rechnen. Aber auch Josefstädter Straße oder Invalidenstraße können kurzfristig nicht befahrbar sein. In der Innenstadt dürfte es ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen kommen. Betroffen werden etwa Ring, Franz-Josefs-Kai, Praterstraße, Untere Donaustraße und Zweierlinie sein.

In anderen Städten gibt es ebenfalls Aktionen: In Graz wird am Abend zu einem “Lichtermeer fürs Klima” geladen. Auch in Linz streiken und marschieren Jugendliche ab 11.00 Uhr am Hauptplatz für das Klima. In Salzburg wird ab 13.00 Uhr nach einer Demo eine Kundgebung am Residenzplatz abgehalten. In Bregenz findet beim Landhaus um fünf Minuten vor 12.00 Uhr die Schlusskundgebung statt. In Kärnten sind gleich zwei Demonstrationen geplant: in Klagenfurt und in Villach.

Klima-Demo in Wien: Umstrittenes Fernbleiben der Schule

An sich gibt es in Österreich kein Streikrecht für Schüler, es kann ihnen vom Klassenvorstand oder Direktor jedoch ein “Fernbleiben aus wichtigen Gründen” erlaubt werden. Während ein Besuch der Klima-Demo in den Bildungsdirektionen in Wien, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg jedenfalls als ungerechtfertigtes Fernbleiben gesehen wird, wollen die übrigen Bundesländer die Schulen entscheiden lassen.

Die Aktionen sind Teil einer internationalen Protestbewegung. Sie wurde von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg ausgelöst, die im August 2018 damit begann, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Ihr “Schulstreik fürs Klima” fand tausende Nachahmer in aller Welt, die 16-Jährige selbst wurde zum Gesicht der internationalen Klimaschutzbewegung. Am Freitag soll das bisher größte Zeichen gesetzt werden. Die Zahl der Teilnehmer wuchs auch rasant: Am Donnerstag wollten sich bereits Schüler und Studierende in mehr als 1.650 Städten in 105 Ländern beteiligten, wie aus einer Liste des globalen #FridaysForFuture-Netzwerks hervorging.

10.500 Teilnehmer bei Klima-Demo in Wien

Zu den Klima-Protesten im Rahmen der Aktion “FridaysForFuture” haben sich in Wien nach Angaben der Polizei 10.500 Schüler versammelt. Dabei verliefen die Demonstrationen am Vormittag bisher völlig friedlich: “Wir sind nur mit Absperren beschäftigt”, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger der APA.

Große Auswirkungen hatten die Klima-Demos der Schüler unterdessen auf den ohnehin starken Freitagsverkehr in der Wiener City. Laut Harald Lasser vom ÖAMTC war der Ring zwischen dem Schwarzenbergplatz und dem Schottentor gesperrt, der Stau reichte bis zur Urania zurück. In beiden Richtungen ging auch auf der sogenannten Zweierlinie nichts, und das zumindest zwischen Lerchenfelder Straße und Stadtpark. Ebenso verstopft waren die Zufahrten in die Innenstadt wie die Rechte Wienzeile oder die Wiedner Hauptstraße.

Lasser rechnete kaum mit einer Entspannung in der Bundeshauptstadt. Der Ring sollte dem Experten zufolge zwar wieder für den Verkehr freigegeben werden, aber nur vorübergehend. Für Nachmittag war eine weitere Sperre angekündigt. Der ÖAMTC empfahl, die inneren Bezirke großräumig zu umfahren, dabei aber ebenfalls mit Verzögerungen zu rechnen. Wegen des Freitags dürften auch der Gürtel und die anderen Verbindungen stark belastet sein. Wer in die Innenstadt fahren muss, sollte dies dem Touringclub zufolge am besten mit der U-Bahn tun. Von Behinderungen betroffen waren auch Bus und Straßenbahn, unter anderem die Tram-Linien 1, 2, D und 71. Aus den anderen Städten wurden keine außergewöhnlichen Verkehrsbehinderungen gemeldet.

LIVE: “Fridays for Future”-Demo in Wien

 

(APA/Red)

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