Island bei der WM 2018: Acht Fun Facts zum Fußball-Zwerg aus dem Norden

Der "Huh"-Schlachtruf der Isländer hallt wieder durch die Stadien.
Der "Huh"-Schlachtruf der Isländer hallt wieder durch die Stadien. ©APA/AFP/FRANCISCO LEONG
Ein Zahnarzt als Trainer, ein Regisseur als Torwart und ein "Huh" als Schlachtruf: Die Isländer stechen bei der Fußball-WM vor allem mit ihrer "Why not"-Einstellung heraus und spielten sich mit viel Spaß und Leidenschaft bereits bei der EM 2016 in die Herzen der Fans. Wir haben ein paar Fun Facts zum sympathischen Fußball-Zwerg Island zusammengetragen.
Island schafft 1:1 gegen Argentinien

Die “Wikinger” aus Island konnten am Samstag, den 16. Juni 2018, gleich zweimal Fußball-Geschichte schreiben: Es war nicht nur ihr erstes Spiel bei einer Weltmeisterschaft, das Team konnte gleich zu Beginn Argentinien samt Fußball-Star Messi die Stirn bieten.

Schon bei der EM 2016 kickten sich Gunnarsson & Co. in die Herzen der Fans, nun will man bei der Fußball-WM möglichst weit kommen. Das nächste Ziel nach dem Unentschieden gegen Argentinien: Ein Sieg gegen Nigeria. Dieser könnte sogar möglich sein, denn den schwersten Gruppengegner hat der Fußball-Zwerg schon hinter sich und auch gegen Kroatien konnte man sich bereits in der Qualifikation durchsetzen.

Island bei der WM 2018: 8 Fun Facts zur Nationalmannschaft

Die Isländer stechen wie auch schon bei der Fußball-EM 2016 wieder mit ihrer “Why not”-Einstellung heraus. Wir haben ein paar witzige Fakten über die “Underdogs” aus dem Norden gesammelt:

1) Ein Zahnarzt als Trainer: Was sich bereits herumgesprochen haben dürfte – Der Trainer der isländischen Fußball-Nationalmannschaft, Heimir Hallgrimsson, ist hauptberuflich eigentlich Zahnarzt und coachte bei der EM 2016 sogar nur im Nebenjob. Bei einem Interview wies er die Journalisten gleich zu Beginn darauf hin, dass er “immer noch praktizierender Zahnarzt” sei. Nötig hat er das freilich nicht mehr, er hat sich laut eigenen Angaben aber bewusst dafür entschieden – als eine Art Ausgleich.

2) Und ein Filmemacher als Torwart: Beim WM-Auftakt von Island brachte ausgerechnet ein Regisseur Argentiniens Fußball-Star Lionel Messi zum Verzweifeln. In der 64. Minute konnte Hannes Halldorsson den schlecht geschossenen Elfmeter von Messi halten und sorgte damit für eine weitere Fußball-Sensation. “Es ist ein Traum, der wahr geworden ist, diesen Elfmeter zu halten. Ich habe meine Hausübungen gemacht, habe mir viele Elfmeter von Messi angeschaut”, so Halldorsson nach dem Match.

3) Keine Sportler oder Profis im Nationalteam? Dieses Gerücht hält sich wahrscheinlich wegen Punkt 1 und 2 hartnäckig, stimmt aber so nicht ganz. Viele der Stammspieler der Nationalmannschaft sind hauptberuflich Sportler und haben Verträge mit internationalen Vereinen abgeschlossen.

4) Groß, größer, das Tattoo von Kapitän Gunnarsson: Tattoos sind bei Fußballspielern ja nichts Neues, am Rücken von Islands Kapitän Aron Einar Gunnarsson ist jedoch ein besonders großes Exemplar davon zu finden. Die isländische Flagge, ein Drache, ein Stier und eine Kirche – da ist sozusagen alles dabei.

5) Klein, aber oho: Island ist mit knapp 334.000 Einwohnern die kleinste Nation, die sich je für eine Fußball-WM qualifiziert hat. Rund 120.000 der Insulaner leben allein in der Hauptstadt Reykjavik. Außerdem leben mehr Schafe als Menschen in Island, nämlich rund 500.000.

6) Hú!: Der Schlachtruf der Isländer sorgte bereits bei der EM 2016 für Gänsehaut-Momente im Stadion und vor dem Fernseher – natürlich darf dieses Markenzeichen nun auch bei der WM in Russland nicht fehlen. Obwohl der Ausruf sehr stark an die Zeit der Wikinger erinnert, soll es (vermutlich) keinen historischen Hintergrund dafür geben. Kurios: Der Wikinger-Ruf hat sogar einen bizarren Markenstreit zwischen einem Karikaturisten und einem Grundschullehrer ausgelöst.

7) Ein ekstatischer Kommentator: Viele haben sich gefragt, ob Gudmundur Benediktsson bis zur Fußball-WM wohl seine Stimme zurückhaben wird. Beim EM-Spiel Island gegen Österreich schrie sich der Kommentator nämlich voller Freude über den Erfolg seines Teams die Seele aus dem Leib. Gute Nachrichten: Er ist auch bei der WM in Russland wieder mit dabei und rastete beim 1:1 gegen Argentinien auch schon ordentlich aus.

8) Treue Fans: Obwohl der Nationalsport des Landes eigentlich Handball ist, halten die Isländer auch ihren Fußball-Helden die Treue. Während der EM 2016 sollen rund zehn Prozent aller Isländer in Frankreich gewesen sein, der Rest schaute die Spiele vor dem Fernseher oder beim Public Viewing. Beim Match gegen England gab es eine Einschaltquote von 98 Prozent, somit schauten nur 650 Personen ein anderes Programm.

Quelle: island-ringstraße.de

(Red/VKP)

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