Handelsobmann enttäuscht von geplanter Testpflicht

Enttäuschung um angekündigte Testpflicht im Handel.
Enttäuschung um angekündigte Testpflicht im Handel. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel, hat sich schwer enttäuscht von den geplanten Eintrittstests im nicht lebenswichtigen Handel und den Schließtagen zu Ostern gezeigt.
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"Das ist ein weiterer Nackenschlag, wir sind ja schon seit 111 Tagen geschlossen. Jeder Tag zusätzlich tut weh", sagte Trefelik zur APA. Er fordert nun einen Eintrittstest für den gesamten Handel, also auch den Lebensmittelsektor.

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Dies würde zu einer höheren Testrate führen, von der dann auch die anderen Handelsbranchen profitieren könnten. "Das wäre ein Zeichen der Solidarität", meinte der Handelsobmann Mittwochabend. Er appellierte auch an die Branchen, die offen halten dürfen, sich auf ihr Kernsortiment zu konzentrieren - und nicht auch noch beispielsweise Spielzeug oder Gartengeräte anzubieten, wie das bereits vor einem Jahr für böses Blut in der Branche gesorgt hatte. Schließlich seien nach drei Corona-Lockdowns branchenweit die Nerven schon recht angespannt, so Trefelik. Wobei ohnehin noch vieles offen sei, etwa ob der Drogeriehandel auch zwischen Gründonnerstag und 6. April offen bleiben dürfe wie während des ersten Lockdowns.

Handel von Schließung schwer enttäuscht

Noch vor der Präsentation der Ergebnisse des "Ost-Gipfels" der drei Landeshauptleute Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Michael Ludwig und Hans Peter Doskozil (beide SPÖ) mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach sich dm-Geschäftsführer Martin Engelmann in einer Aussendung gegen Schließungen aus. "Arbeit macht nicht krank", meinte er und verwies auf die Erfahrungen in seinem Drogerieunternehmen: "Von den fast 7.000 Mitarbeitern in Österreich wurden im gesamten März 29 positiv auf den Covid-19-Virus getestet." Nach der Pressekonferenz machte auch der Handelsverband noch einmal seinem Unmut Luft. Er sprach davon, dass die Handelsschließungen "entgegen jeder wissenschaftlichen Evidenz" angeordnet würden.

(APA/Red)

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