Gurgeltest-Konsortium verspricht Verbesserungen

Das Gurgeltest-Konsortium versprach am Freitag Verbesserung.
Das Gurgeltest-Konsortium versprach am Freitag Verbesserung. ©AP Photo/Lisa Leutner
Am Freitag versprach das Gurgeltest-Konsortium bei einer Krisensitzung Verbesserungen. Zuvor war es tagelang zu Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen bei der Auswertung der PCR-Tests gekommen.
Immer noch teils lange Wartezeiten auf Ergebnis
PCR-Testlabore regional teils "völlig überlastet"

Nach tagelangen Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen bei der Auswertung der PCR-Gurgeltests hat das zuständige Konsortium bei einer Krisensitzung am Freitag Verbesserungen versprochen. Wie Gerd Kurath vom Landespressedienst Kärnten vor Journalisten sagte, will das Konsortium um 120 Mitarbeiter aufstocken und neue Geräte anschaffen, weiters sollen im Poolingverfahren statt zehn Tests nur noch sechs "gepoolt" werden, um beim Nachtesten Zeit zu sparen.

Gurgeltest-Konsortium versprach Verbesserung

"Das Konsortium, vertreten durch Franz Öller, hat uns versichert, binnen spätestens zehn Tagen 100 Prozent der Tests zeitgerecht auszuwerten", erklärte die Kärntner Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) nach der Sitzung. Aktuell würden drei Viertel der abgegebenen Tests innerhalb der erforderlichen 24 Stunden ausgewertet sein, für das restliche Viertel braucht das Labor derzeit bis zu 30 Stunden. In Kärnten werden die Gurgeltests in 101 Spar-Filialen und 102 Apotheken ausgegeben, wegen der Querelen hatte Apothekerkammer-Präsident Paul Hauser zuletzt sogar mit einem Ausstieg gedroht. Das ist nun aber vom Tisch.

Verdacht, dass manche PCR-Tests horten würden

Kurath appellierte auch an die Bezieher der Tests, diese auch durchzuführen - es dränge sich nämlich der Verdacht auf, dass die Tests abgeholt und dann regelrecht gehortet werden: "Anscheinend hat sich so mancher mit mehreren E-Mail-Adressen registriert, um mehr Tests zu bekommen." Pro Person und Woche können drei Tests abgeholt werden, neue Tests gibt es erst, wenn man mindestens zwei Testkits wieder retourniert hat. 77.130 Personen in Kärnten haben sich für die Gurgeltests registrieren lassen, etwas mehr als 34.000 Personen haben bereits Tests abgegeben. Das bedeute, dass mehr als 40.000 Angemeldete das noch nicht getan haben.

Harald Eitner sagt, dass die Abläufe "optimiert" worden seien

Harald Eitner, zuständig für die Koordination der Test- und Impfstraßen in der Steiermark, sagte am Freitag nach Gesprächen mit den Vertragspartnern, dass die Abläufe "optimiert" worden seien. Im Laufe der Woche sei bei der Geschwindigkeit der Zustellung des Testergebnisses eine deutliche Verbesserung erzielt worden. Vor wenigen Tagen noch lagen etwa ein Viertel der Ergebnisse der abgegebenen Corona-Gurgeltests erst 30 bis 35 Stunden nach der Abgabe vor. Am Montag eröffne ein neues Labor in Graz, für das das Personal und die Maschinen schon bereitstünden. Damit "sollte es dann gar keine Probleme mehr mit den 24 Stunden geben", so Eitner. Er sagte auch, dass die ausgegebenen Tests - bisher rund 400.000 Stück in der Steiermark - aufgebraucht und nicht gehortet werden sollten. Außerdem bitte man die Bevölkerung die Proben nicht mehr in den Karton zu geben, sondern sie nur im Plastiksäckchen einzuwerfen. Damit werde beim Auspacken viel Zeit gespart, meinte Eitner.

(APA/Red)

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