Flüchtlinge aus Servitenkloster bei Hochwasserhilfe festgenommen

In Kritzendorf waren die Flüchtlinge im Hochwassereinsatz.
In Kritzendorf waren die Flüchtlinge im Hochwassereinsatz. ©AP
Flüchtlinge aus dem Servitenkloster haben in Niederösterreich als Freiwillige beim Hochwassereinsatz geholfen. Drei von ihnen wurden dabei am Samstag festgenommen, heißt es von Unterstützern. "Wir wissen, wie es ist alles zu verlieren. Diese Menschen brauchen Hilfe! Die Polizei kann uns in ihren Autos mitnehmen, aber wir werden Menschen in Not nicht vergessen!", so Numan Muhammed.
Neue Unterkunft wird gesucht
"Wir werden zusammenbleiben"
Kloster wird zum Heim
Das Servitenkloster

Wie Unterstützer der Flüchtlinge im Servitenkloster am Montag in einer Aussendung mitteilten, beteiligen sich die Flüchtlinge “seit Wochen” unentgeltlich an der Hochwasserhilfe in Kritzendorf (Niederösterreich). Am vergangenen Samstag soll es im Zuge dieser Arbeiten zu einer Personenkontrolle gekommen sein, bei der drei der Flüchtlinge festgenommen wurden.

Flüchtlinge wollen im Kloster bleiben

Die Flüchtlinge setzen sich unterdessen dafür ein, im Servitenkloster bleiben zu wollen. Dieses soll 2014 zu einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden und muss entsprechend umgebaut werden. Bis Ende Juli müssen die Flüchtlinge das Gebäude verlassen. Dagegen sprechen sie sich aber vehement aus, denn sie wollen nicht, dass die Gruppe getrennt wird: So lange wir keinen legalen Aufenthaltstitel haben, werden wir als Gruppe zusammenbleiben und lassen uns nicht auf Quartiere aufteilen. Wir wenden uns jedoch speziell an den Kardinal und die Zivilgesellschaft, um uns bei der Suche nach einem selbstverwalteten Haus zu unterstützen”, so Khan Adalat, ein Sprecher der Flüchtlinge.

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