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Endspurt bei Holzhochhaus "Hoho" in Wiener Seestadt Aspern

Der 84 Meter hohe Holz-Wolkenkratzer in der Wiener Seestadt Aspern geht ins Baufinale.
Der 84 Meter hohe Holz-Wolkenkratzer in der Wiener Seestadt Aspern geht ins Baufinale. ©APA/HANS PUNZ
Rund 65 Millionen Euro und 4.350 Kubikmeter Holz werden für das Holzhochhaus "Hoho" in der Seestadt Aspern benötigt. Schon bald sollen die ersten Mieter einziehen.
Baufortschritt beim Holzhochhaus
"Hoho" in der Seestadt Aspern
Holzhochhaus entsteht in Wien

Baumhaus einmal anders: Der 84 Meter hohe Holz-Wolkenkratzer in der Wiener Seestadt Aspern geht ins Baufinale. Die Außenhülle sei bereits fertiggestellt, sagte eine Projektsprecherin auf APA-Anfrage. Das Gebäude wird Büroflächen ebenso beherbergen wie ein Hotel, Serviced Apartments, ein Restaurant sowie Fitness- und Beautybereiche. Im Herbst sollen die ersten gewerblichen Mieter einziehen.

Innenarbeiten im "Hoho" laufen auf Hochtouren

"Die Hülle ist dicht, die Gerüste wurden bereits abgebaut", berichtete eine Sprecherin der Kerbler Holding GmbH des Investors Günter Kerbler. Nun seien die Innenarbeiten im Gange. Das betreffe die Haustechnik und auch den Ausbau der Räumlichkeiten, wobei man hier in Absprache mit den künftigen Mietern vorgehe.

Der "Hoho" genannte Holzriese mit 24 Geschoßen, in dem auch Betonelemente verbaut sind, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur U2-Station Seestadt. Mit seinen 84 Metern war das Projekt vormals das welthöchste Holzhaus der Welt. Diesen Titel habe man inzwischen an ein Vorhaben in der Nähe von Oslo abgeben müssen, das 85,5 Meter messen wird, räumte die Sprecherin ein. Jetzt sei man eben das weltgrößte derartige Gebäude.

Holzhochhaus bietet 19.500 Quadratmeter Mietfläche

Insgesamt stehen 19.500 Quadratmeter an vermietbarer Fläche zur Verfügung. Wobei hier auch der sechsgeschoßige Anbau zum eigentlichen "Tower" inkludiert ist. Mehr als ein Drittel, nämlich 7.500 Quadratmeter, ist für ein Hotel mit 121 Zimmern und 24 angeschlossenen Wohnungen, bei denen man die Hotelservices mitbenutzen kann, sowie ein Restaurant reserviert. Mit dem potenziellen Betreiber befinde man sich im Verhandlungsendspurt, sagte die Sprecherin. Sobald der Deal unter Dach und Fach ist, halte man bei einer Vermietungsquote von rund 70 Prozent.

Fix vergeben sind bereits die Erdgeschoßzonen, wo die ersten Mieter im Herbst einziehen werden. Auch für das Fitnesscenter im ersten und zweiten Geschoß hat man schon einen Interessenten gefunden, die Eröffnung ist im Jänner geplant. Zu vergeben sind noch Büroflächen sowie Einheiten im geplanten Beautybereich, wo etwa Ernährungsberatung, aber auch Mani- und Pediküre angeboten werden sollen.

Erster Einblick beim Pop-up-Handwerksmarkt

Wer einen ersten Blick in das Innere der Konstruktion werfen möchte, kann beim Pop-up-Handwerksmarkt vorbeischauen. Er findet an den Wochenenden 7./8., 14./15. und 21./22. September bei freiem Eintritt im kleineren Nebengebäude statt.

Der Spatenstich für das "Hoho"-Bauwerk fand im Herbst 2016 statt. Die Kerbler Holding investiert rund 65 Millionen Euro in das Gebäude. Für die gesamte Konstruktion werden laut Projekt-Website 4.350 Kubikmeter Holz verbaut. Gegenüber einer Ausführung in Stahlbeton würden 2.800 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Das entspreche in etwa 20 Millionen Pkw-Kilometer.

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(APA/Red)

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