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Digitale "Live"-Formate an Schulen sollen "mit Augenmaß" genutzt werden

Damit Schüler auch noch Arbeitspakete erledigen können, sollen Online-Sessions nicht zu umfassend zum Einsatz kommen
Damit Schüler auch noch Arbeitspakete erledigen können, sollen Online-Sessions nicht zu umfassend zum Einsatz kommen ©Pexels/Julia M Cameron (Sujet)
Appell an die Schulen: Digitale "Live"-Formate wie Videokonferenzen sollen an den AHS-Unterstufen, Mittelschulen und Polytechnischen Schulen "mit Augenmaß" eingesetzt werden.
Distance Learning und Betreuung: Schwieriger Spagat
Betreuung an Schulen auch durch Studenten

Das hat das Bildungsministerium den Schulen in einem Schreiben mitgeteilt. Die Schüler sollten "nicht durchgehend viele Stunden am Stück in Online-Sessions verbringen". Dazwischen brauche es auch Phasen, in denen die Schüler selbstständig an ihren Aufgaben arbeiten.

Distance Learning an Volksschulen: Mehrere Varianten der Organisation

Für die Volksschulen, wo Videokonferenzen seltener sind und wesentlich häufiger vor Ort Betreuung in Anspruch genommen wird, schlägt das Ministerium mehrere Varianten für die Organisation von Distance Learning und Betreuung an der Schule vor. So können etwa alle Klassenlehrer einer Schulstufe die Arbeitsaufträge für die Schüler pro Woche gemeinsam vorbereiten und sich dann bei Betreuung/Distance Learning abwechseln. Auch dieselbe Arbeitsteilung von Klassenlehrkraft und Stützlehrer/Begleitlehrer ist möglich. Dritte Variante ist die Unterrichtsorganisation und Fernunterrichtsbetreuung durch die Klassenlehrer sowie die Betreuung vor Ort durch andere Pädagogen.

Vorgaben an Schulen für den Personaleinsatz

Die Schulen erhalten auch Vorgaben für den Personaleinsatz: Welche Lehrer wann im Distance Learning oder in der Betreuung eingesetzt werden, entscheiden grundsätzlich die jeweiligen Direktionen. Für die Betreuung vor Ort sind primär jene Pädagogen heranzuziehen, die ansonsten "unterbeschäftigt" wären - also etwa, weil Freigegenstände oder unverbindliche Übungen entfallen.

Grundsätzlich müssen die Schulen dabei mit den vorhandenen Personalressourcen auskommen. Alle Lehrer sind dabei bis zu ihrem bisherigen Ausmaß zu beschäftigen. Nicht mehr benötigte Dauer-Mehrdienstleistungen wie entfallene Freigegenstände, unverbindliche Übungen oder Erzieherdienste müssen abgebaut werden.

So wird mit Überstunden verfahren

Überstunden werden nur dann vergeben, wenn der Bedarf nicht durch andere Maßnahme wie vor allem die Heranziehung der "unterbeschäftigten" Lehrer gedeckt werden kann.

Erst wenn sämtliche Personalkapazitäten inklusive Überstunden erschöpft sind, dürfen die Schulen auf die Zuteilung von Lehramts-Studenten hoffen. Diese erfolgt dann mittels Sondervertrag über die Bildungsdirektionen.

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(APA/Red)

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