Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Deutschland prüft coronabedingte Reisewarnung für Wien - AUA in Sorge

Deutschland-Flüge gelten als wichtigstes Geschäft für die AUA
Deutschland-Flüge gelten als wichtigstes Geschäft für die AUA ©APA/AFP/JOE KLAMAR
Wegen stark steigender Corona-Neuinfektionen prüft Deutschland eine Reisewarnung für Wien, laut zunächst nicht kommentierten Medieninformationen könnte Wien noch heute auf die Risikogebiete-Liste gesetzt werden.
Deutschland will Wien zum Risikogebiet erklären
Deutschland soll Reisewarnung für Wien prüfen

Für die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) sind Strecken nach Deutschland der wichtigste Verkehr - auch für den Umsteigeverkehr.

Austrian Airlines-Sprecher äußert Sorge

"Wir beobachten die Entwicklung mit Sorge", sagte AUA-Sprecher Peter Thier am Mittwoch zur APA. Bisher habe man nur mediale Vorboten wahrgenommen. Wie die deutsche Regierung tatsächlich vorgeht und in welcher Schärfe neue Reisebeschränkungen verhängt würden, müsse abgewartet werden. Das entscheidet dann auch über allfällige Handlungen bei der AUA. Gerüchten zufolge richtet sich die Reisewarnung nur gegen Wiener, damit wäre spannend zu wissen, wie man Herkunftsorte nachweisen wollte.

"Wir können nicht ausschließen, noch einmal Kapazitäten herausnehmen zu müssen", sagte Thier. Sprich: Strecken wieder aus dem Flugplan herausnehmen zu müssen. "Wir fliegen auf Sicht, wie die Piloten sagen."

Kritik an "Fleckerlteppich" nationaler Reisebeschränkungen

Die AUA kritisiert einen "Fleckerlteppich" nationaler Reisebeschränkungen und hofft zumindest für Europa auf einheitliche europäische Standards im Umgang mit der Corona-Pandemie. "Jedes Land überbietet sich mit kurzfristigeren und noch radikaleren Einschränkungen. Wir glauben, dass das der falsche Weg ist. Reisefreiheit und Gesundheitsschutz sind vereinbar", sagte dazu AUA-Chef Alexis von Hoensbroech im heutigen "Kurier". Dafür gelte es, neue Testprogramme aufzuziehen.

Zwangsquarantäne oder Reisebeschränkungen seien der falsche Weg. Wer gesund sei, sollte reisen dürfen, findet die AUA. Ein Wunsch der Fluggesellschaft wäre es zur Zeit, die Covid-Tests am Flughafen Wien-Schwechat (die derzeit 120 Euro kosten) kostenlos anzubieten, sagte Thier heute zur APA.

AUA liegt hinter ihren Kapazitätszielen

Eurocontrol hat diese Woche für den europäischen Luftverkehr die Prognosen zurückgeschraubt. Auch die AUA liegt hinter ihren Kapazitätszielen, die sie sich im Sommer gesetzt hat, als sie nach monatelangem coronabedingten Grounding den Flugverkehr wieder aufnahm. Damals wollte man im Herbst bei 40 bis 50 Prozent der ursprünglichen Kapazitäten liegen.

"Aktuell fliegen wir rund 30 Prozent von dem, was wir normalerweise fliegen", sagte AUA-Chef Hoensbroech im Kurier. "Vielleicht wird es noch etwas nach oben gehen, aber sehr viel mehr wird es leider heuer nicht werden können. Es ist auch weniger als wir ursprünglich geplant hatten."

Gemeinsame Corona-Politik in Europa gefordert

"Wir wussten aber immer, dass die Situation so lange unvorhersehbar sein wird, solange wir das Virus nicht im Griff haben. Insbesondere deshalb halten wir es für wichtig, dass die europäischen Staaten sich darauf verständigen, eine gemeinsame Corona-Politik zu betreiben."

Für die AUA-Belegschaft gilt weiter Kurzarbeit. Im Schnitt beläuft sich die Arbeitszeit auf 30 Prozent. "Die Kurzarbeit hilft der Luftfahrt enorm. Ohne die würde es nicht gehen", so die AUA heute. Finanziell sei man nicht hinter den Plänen, auch weil man mit der durchmischten Flotte auf die sich schnell ändernden Bedingungen "aussteuern" könne, also mal größere und mal kleinere Flieger einsetzen könne.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Deutschland prüft coronabedingte Reisewarnung für Wien - AUA in Sorge
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen