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Deutschland soll Reisewarnung für Wien prüfen

Wien könnte von Deutschland auf die Risikoliste gesetzt werden.
Wien könnte von Deutschland auf die Risikoliste gesetzt werden. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Medienberichten zufolge prüft Deutschland derzeit eine Reisewarnung für Wien. Derzeit wurde diese Information jedoch noch nicht bestätigt.
Schweiz setzt Wien auf Risikoliste

Nach dem starken Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen erwägt Deutschland laut "Krone" (online), eine Reisewarnung für Wien zu verhängen. Krone.at bezog sich auf "gut informierte Kreise". Das deutsche Auswärtige Amt bestätigte diese Information gegenüber der APA nicht. Auch das österreichische Außenministerium wollte auf Anfrage der APA den Bericht "nicht kommentieren".

Deutschland: Regionaler Schwerpunkt ist Wien

Das deutsche Außenministerium erklärt auf seiner Homepage: "Österreich ist von Covid-19 inzwischen insgesamt weniger betroffen, erlebt aber derzeit wieder steigende Infektionszahlen. Regionaler Schwerpunkt ist derzeit das Bundesland Wien." Überschreitet ein Land oder eine Region die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen, können Reisewarnungen ausgesprochen werden, heißt es. Derzeit sind es in Wien 99,6 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Es gibt aber keinen Automatismus bei einer Überschreitung der Schwelle von 50 Fällen.

Als Risikogebiet definiert Deutschland aktuell Regionen in Frankreich, Spanien, Belgien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Tschechien und der Schweiz.

Schweiz setzte Wien auf Liste der Corona-Risikogebiete

Die Schweiz hatte am Freitag Wien auf die Liste der Corona-Risikogebiete gesetzt. Ab kommendem Montag gilt für Einreisende aus Wien eine Quarantänepflicht, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Quarantäne beträgt laut Außenministerium 10 Tage. Die Einreisenden müssen sich innerhalb von zwei Tagen bei den zuständigen kantonalen Behörde melden. Wer die Quarantäne- oder Meldepflicht nicht befolgt, dem droht eine Geldstrafe von bis zu CHF 10.000 (9.279,02 Euro). Auch ein negatives Covid-Testergebnis hebt die Quarantänepflicht weder auf, noch verkürzt es die Dauer der Quarantäne, betont das Außenministerium auf seiner Homepage.

Einreisende aus Grenzregionen - etwa aus Vorarlberg und Tirol - sind aber generell von der Quarantänepflicht ausgenommen, auch wenn die Corona-Fallzahlen ansteigen sollten.

In Wien wurde von Freitag auf Samstag der bisher höchste Anstieg von Coronavirusinfektionen registriert. Laut medizinischem Krisenstab wurde binnen 24 Stunden ein Rekord-Anstieg um 444 Fälle auf insgesamt 10.655 registriert, heiß es am Samstagvormittag.

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(APA/Red)

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