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Details zum Anschlag in Wien: Mindestens zwei Schusswechsel mit der Polizei

Weitere Informationen zum Ablauf des Anschlags in der Wiener Innenstadt.
Weitere Informationen zum Ablauf des Anschlags in der Wiener Innenstadt. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Am Tag nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt wurden weitere Details zum Ablauf bekannt. Es soll zumindest zwei Schusswechsel mit der Polizei gegeben haben.
Derzeit keine Hinweise auf zweiten Täter
Ludwig lobte Einsatzkräfte
Getöteter Attentäter: 20 und vorbestraft
Tatorte in der Innenstadt

Zumindest vier Menschen wurden vom 20-jährigen Attentäter in der Wiener Innenstadt getötet. Bevor der Täter selbst mit mehreren Schüssen getötet wurde, hatte er auch einen Streifenpolizisten ins Bein geschossen. Laut Polizei gab es am Montag den größten sicherheitspolizeiliche Einsatz der österreichischen Polizei seit ihrem Bestehen.

Ablauf des Anschlags in Wien: Erste Notrufe um 20.00 Uhr

Gegen 20:00 Uhr erhielt der Notruf der Wiener Polizei mehrere Anrufe, nachdem Schüsse im Bereich Seitenstettengasse in der Innenstadt zu hören waren. Mehrere Männer, so die Angaben der Zeugen, sollen mit Langwaffen auf Passanten gefeuert und diese verletzt haben. Es folgte ein Großeinsatz. Sofort wurde die Bevölkerung aufgefordert, den Bereich zu meiden.

Erster Schusswechsel mit der Polizei - WEGA erschoss 20-Jährigen um 20:09

Kurz nach den Schussabgaben wurde der schwer bewaffnete Angreifer bereits von Streifenbeamten wahrgenommen, es kam zu einem ersten Schusswechsel. Hierbei erlitt ein Streifenpolizist eine Schussverletzung am Bein. Um 20:09 Uhr nahm eine Sektorstreife der Sondereinheit WEGA den Täter im Bereich Ruprechtsplatz wahr. Er war mit einem vollautomatischen Gewehr (Kalaschnikow), einer Faustfeuerwaffe und einer Machete bewaffnet. Darüber hinaus trug er um den Körper einen Gegenstand, der einem Sprengstoffgürtel nachempfunden war und beim Einschreiten als solcher gewertet wurde.

Zwei Männer und zwei Frauen starben in der Nacht in Wien

Die Polizisten gaben im Zuge der versuchten Anhaltung dieses Angreifers mehrere Schüsse auf ihn ab. Der 20-Jährige erlag an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Er hatte zuvor auf Passanten und Polizisten gefeuert. Während der neun Minuten, die zwischen Angriff und Neutralisierung des bekannten Täters lagen, wurden an verschiedenen Tatorten zwei Frauen und zwei Männer tödlich verletzt sowie 22 weitere Personen teils schwer verletzt.

Ermittler erstellen derzeit Weg/Zeit-Diagramm

Laut den ersten Ermittlungen gab es zumindest vier Tatorte im unmittelbarer Nähe zur Seitenstettengasse. An zwei weiteren Orten kam es zu Vorfällen, wo Personen verletzt wurden. Inwieweit diese Vorfälle zusammenhängen, war am Dienstag noch unklar. Die Ermittler waren mit der Erstellung eines sogenannten Weg/Zeit-Diagramms beschäftigt, außerdem wurden Zeugenbefragungen durchgeführt, durch die sich die Polizei nähere Erkenntnisse zu einer möglichen Tatbeteiligung durch weitere Personen erhofft.

Die Polizei wiederholt am Dienstagabend ihren dringenden Aufruf an die Bevölkerung, etwaiges Beweismaterial sowie Wahrnehmungen zum Anschlag bei der Polizei zu melden.

(APA/red)

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