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Coronavirus: Österreich verhängt Reisewarnung für Kroatien

Infizierte Reiserückkehrer: Österreich verhängt Reisewarnung für Kroatien.
Infizierte Reiserückkehrer: Österreich verhängt Reisewarnung für Kroatien. ©APA/AFP/DENIS LOVROVIC
Wegen steigender Infektionszahlen von Reiserückkehrern aus Kroatien warnt Österreich erneut vor Reisen nach Kroatien. Die Reisewarnung tritt um Mitternacht von Sonntag auf Montag in Kraft, wie das Außenministerium der APA am Freitag mitteilte.
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Urlauber, die sich derzeit in Kroatien befinden, werden dringend aufgerufen heimzukehren. Weitere Details würden derzeit mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt, hieß es aus dem Außenamt.

Nach einer Reisewarnung für das spanische Festland vor rund einer Woche fällt ab kommender Woche ein weiteres beliebtes Urlaubsland für Österreicher weg. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in dem Land bzw. immer mehr Coronafällen mit Kroatien-Bezug in Österreich gilt ab Montag erneut eine Reisewarnung für Kroatien. Das teilte das Außenministerium der APA am Freitag mit.

Reisewarnung für Kroatien tritt ab Montag in Kraft

Die Reisewarnung tritt um Mitternacht von Sonntag auf Montag in Kraft. Urlauber, die sich derzeit in Kroatien befinden, rief das Außenamt dringend auf, heimzukehren.

Kroatien hatte am gestrigen Donnerstag eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich innerhalb von 24 Stunden mit dem SARS-CoV-2-Virus. In Kärnten wiesen 16 der insgesamt 22 Personen, die am Donnerstag positiv getestet worden waren, einen direkten Kroatien-Bezug auf. Auch in Tirol wurden in den vergangenen Tagen zumindest 20 positive Coronavirus-Testungen verzeichnet, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit einem Kroatien-Aufenthalt stehen, wie das Land mitteilte.

3.000 reiseregistrierte Österreicher in Kroatien

Laut Außenministerium befinden sich aktuell rund 3.000 reiseregistrierte Österreicher im südlichen Nachbarland. Dabei handelt es sich aber wohl nur um einen Bruchteil der Landsleute, die derzeit in Kroatien urlauben. In aller Regel reisen Österreicher mit dem eigenen Pkw an die kroatischen Strände, an eine Reiseregistrierung wird da nur in den seltensten Fällen gedacht. "Wir gehen davon aus, dass sich ein Zigfaches der offiziell Registrierten in Kroatien befindet", hieß es Freitagnachmittag.

Dass die Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus nicht mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt, hat mehrere Gründe. Einerseits gewährt man den betroffenen Urlaubern eine gewisse Vorlaufzeit, um ihre Koffer packen und heimreisen zu können. Andererseits gewinnt das Gesundheitsministerium Zeit um die Rechtsnormen zur Regelung des Reiseverkehrs adaptieren zu können.

Eine Reisewarnung könnte es übrigens in naher Zukunft auch für die Balearen geben, nachdem Deutschland einen solchen Schritt am Freitag in den Raum gestellt hat. Zuletzt hatten sich vermehrt Urlauber auf Mallorca mit SARS-CoV-2 infiziert. Man beobachte die Entwicklung auf Mallorca und den Nachbarinseln, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Außenministerium: "Wenn nötig, werden wir reagieren."

Immer mehr Reisewarnungen für Österreicher

Mit der Reisewarnung für Kroatien wird die Liste möglicher Reiseländer für Österreicher erneut kürzer.

Im Folgenden ein Überblick über die derzeit geltenden REISEWARNUNGEN für Österreicher:

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie gelten (inklusive Kroatien) Reisewarnungen für 32 Staaten bzw. zwei Teilregionen weltweit. In Europa sind das neben Kroatien und dem spanischen Festland die EU-Länder Bulgarien, Rumänien, Portugal und Schweden sowie Albanien, Bosnien-Herzegowina, der Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, die Republik Moldau, Russland, Serbien, die Türkei, die Ukraine und Weißrussland (Belarus).

Außerhalb Europas warnt das Außenministerium wegen der Pandemie weiterhin vor Reisen nach Ägypten, Bangladesch, Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, in den Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Philippinen, Senegal, Südafrika und in die USA sowie in die chinesische Provinz Hubei.

Abgesehen von der Pandemie warnt das Außenamt außerdem vor Reisen nach Afghanistan, in den Irak, in den Jemen, nach Libyen, nach Niger, Mali, Somalia, in den Südsudan, nach Syrien und in die Zentralafrikanische Republik. Grundsätzlich rät das Außenministerium aufgrund der Coronakrise "dringend von allen nicht notwendigen" Auslandsreisen ab.

Eine Reisewarnung berechtigt zu einem kostenlosen Storno einer gebuchten Reise. Eine Reisewarnung ist aber kein Reiseverbot. Sollte allerdings eine Rückholaktion aus einer Region oder einem Land durchgeführt werden, wo es eine ausdrückliche Reisewarnung gibt, können die Reisenden an den Konsularkosten beteiligt werden.

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(APA/Red)

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