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Coronavirus: 16 Bewohner in Pflegeheim in Wien-Liesing verstorben

Insgesamt verstarben 16 Personen in dem Pflegeheim in Wien-Liesing.
Insgesamt verstarben 16 Personen in dem Pflegeheim in Wien-Liesing. ©APA/HELMUT FOHRINGER
In jenem Pflegeheim in Wien-Liesing, in dem zuletzt zahlreiche Infektionen mit dem Coronavirus diagnostiziert worden waren, sind in den vergangenen Wochen insgesamt 16 Bewohner gestorben.
Drei weitere Todesfälle in Pflegeheim
Keine Nachschärfung bei Maßnahmen

Wie ein Sprecher des Heimträgers der APA mitteilte, starben die Covid-19-Positiven in Krankenhäusern.

Die meisten der an Covid-19 erkrankten Patienten waren hochbetagt und litten an Vorerkrankungen, hieß es. In den vergangenen zwei Wochen sind in dem Haus jedoch keine Neuinfektionen mehr registriert worden. Ein - bereits zweites - behördliches Flächenscreening wurde jetzt abgeschlossen.

Eine Person in kritischem Zustand

Derzeit befindet sich noch ein infizierter Bewohner der Liesinger Pflegeeinrichtung in einem Spital. Der Gesundheitszustand der betroffenen Person müsse als kritisch angesehen werden, hieß es. Im Haus selbst werden laut dem Sprecher noch fünf infizierte Bewohnerinnen bzw. Bewohner auf der Isolierstation betreut.

Bewohner des Pflegeheims konnten Spital bereits wieder verlassen

Bei einigen sei bereits eine "spürbare Besserung" des Gesundheitszustandes feststellbar, wurde gegenüber der APA betont: "Wir rechnen hier in den nächsten Tagen mit negativen Testergebnissen. Die ersten Personen konnten zuletzt auch aus dem Spital entlassen werden." Zudem haben von zehn Mitarbeitern, die nach dem Ausbruch positiv getestet worden sind, vier bereits ebenfalls einen negativen Befund erhalten.

Die Infektionskette dürfte, das ist bereits bekannt, von einer Mitarbeiterin ausgegangen sein. Als Träger unternehme man in enger Abstimmung mit den Behörden alles, damit sich die Situation im Haus weiter stabilisierte, wurde versichert. Sämtliche erhöhten Schutzmaßnahmen, die bereits seit Ende Februar gelten, blieben weiter dort aufrecht: "Jene Maßnahmen, die wir in Abstimmung mit den Behörden seit Juni zusätzlich gesetzt haben - wie etwa ein temporärer Aufnahmestopp und ein temporäres Besuchsverbot - werden vorerst ebenfalls fortgeführt."

Die Situation mache deutlich, dass gerade alte und pflegebedürftige Menschen besonders gefährdet seien, warnte der Heimträger. Verwiesen wurde auf eine jüngste Studie, wonach Todesfälle unter Pflegehausbewohnern derzeit rund ein Drittel aller Sterbefälle in Österreich ausmachen würden. Allein in Wien seien in den vergangenen Wochen in acht Pflegewohnhäusern unterschiedlicher Träger Infektionsketten festgestellt worden, hieß es.

(APA/Red)

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