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Coronakrise zeigt Notwendigkeit für starke Medikamentenversorgung

Lieferengpässe von lebenswichtigen Medikamenten sollen künftig vermieden werden
Lieferengpässe von lebenswichtigen Medikamenten sollen künftig vermieden werden ©Pixabay (Sujet)
Lediglich 20 Prozent der in Europa zugelassenen Wirkstoffe werden auch lokal produziert. Die Coronakrise hat einmal mehr die Notwendigkeit aufgezeigt, die Medikamentenversorgung in Österreich zu stärken.
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Nur 20 Prozent der Wirkstoffe, die in Europa zugelassen sind, werden auch lokal hergestellt. Der Preisdruck sorgte für eine Verschiebung insbesondere nach China und Indien. Lieferengpässe von lebenswichtigen Medikamente waren infolge ein Problem, das während der Coronakrise nochmals deutlicher wurde, so Wolfgang Andiel, Präsident des Generikaverbandes, am Mittwoch, der die Versorgungssicherheit stärken möchte.

Lehren aus der Covid-19-Krise: Europaweite Pharma-Strategie nötig

"Wir brauchen eine effiziente, europaweite Pharma-Strategie, in der die globale Produktionsstruktur und Lieferketten resilienter gestaltet werden", betonte Andiel angesichts der Tatsache, dass die Wirkstoff- und Medikamentenherstellung abgewandert ist. Dafür müssten die Lehren aus der Covid-19-Krise gezogen werden, wie etwa die Abhängigkeit von Importen oder die Anfälligkeit und mangelnden Redundanzen in den Lieferketten.

Transparenzregister erfasst nicht lieferbare Medikamente

Ein erster Schritt zur besseren Versorgungssicherheit sei mit dem Transparenzregister für Vertriebseinschränkungen gesetzt worden, in dem seit April 2020 alle Medikamente erfasst werden, die nicht mehr oder nur eingeschränkt lieferbar sind. Weitere müssen laut Andiel folgen - vor allem zur Verbesserung der ökonomischen Rahmenbedingungen und für eine bessere Planbarkeit. "Es geht zunächst darum, die klaffende Schere zwischen steigenden Anforderungen an Arzneimittel und beständig sinkenden Preisen zu verkleinern. Im Weiteren müssen dann auch Investitionen in robuste Herstell- und Lieferprozesse im Preis berücksichtigt werden können."

Sicherstellung der Produktion krisenkritischer Arzneimittel

Mögliche Lösungsansätze auf Ebene der Herstellung wären laut Generikaverband etwa eine Sicherstellung der Produktion krisenkritischer Arzneimittel. Dies könnte durch länderübergreifende Versorgungsmodelle erreicht werden, bei denen das wirtschaftliche Risiko für die Bereitstellung von Produktionskapazitäten öffentlich abgesichert wird, um Anreize für ansonsten unwirtschaftliche Produktionen zu erzeugen. Dazu gehöre etwa auch die Einpreisung von mehr als einem Wirkstoffhersteller in den Produktionsprozess.

Robuste Lieferketten sind Gebot der Stunde

Notwendig seien aber auch robustere Lieferketten. Diese zeichnen sich aus durch geringe Komplexität des Produktions-Setup (Zahl der Zulieferer und Lohnhersteller), durch Vorratshaltung wichtiger Ausgangs-, Wirk- und Hilfsstoffe sowie durch sinnvolle Redundanzen in der Versorgungskette aus. Das beinhaltet Zweitlieferanten für wichtige Komponenten, insbesondere für den Wirkstoff.

(apa/red)

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