Coronahilfen: Regierung wird Familienhärtefonds ausweiten

Familien in Not werden in Zeiten der Coronakrise nun noch besser unterstützt
Familien in Not werden in Zeiten der Coronakrise nun noch besser unterstützt ©Pixabay (Sujet)
Nachgebessert wird seitens der Bundesregierung nun beim Familienhärtefonds: Eine Verdoppelung auf 60 Millionen Euro soll ein finanzielles Abrutschen in den Notstand zumindest befristet verhindern.
Kritik am Härtefonds-Bezieherkreis
Anträge für den Familienhärtefonds stellen

ÖVP und Grüne wollen im Sozialausschuss heute, Donnerstag, bzw. kommende Woche im Nationalrat zwei Maßnahmen zur Ausweitung der Coronahilfen auf den Weg bringen. Wie die Klubobleute August Wöginger und Sigrid Maurer gegenüber der APA erklärten, wird der Familienhärtefonds auf 60 Mio. Euro verdoppelt. Zusätzlich will man ein finanzielles Abrutschen von Arbeitslosen in die Notstandshilfe verhindern.

Ausweitung des Fonds soll mehr Familien in Notlagen unterstützen

Durch die Ausweitung sollen vom Fonds auch jene Familien erfasst werden, die schon vor Corona von Arbeitslosigkeit betroffen waren. Die Unterstützung wird für drei Monate gewährt. Pro Kind und Monat wird es 50 Euro geben, insgesamt sind es also 150 Euro. Die Gesamtsumme beträgt circa 20 Mio. Euro.

Auch für Menschen, die Mindestsicherung beziehen, soll es die 150 Euro geben. Hier bedarf es aber einer Einigung mit den Ländern, damit dieses Geld nicht gleich wieder von der Sozialhilfe abgezogen wird. Vorgesehen sind hier 10 Mio. Euro. Beides will man im Nationalrat per Abänderungsantrag zum Familienlastenausgleichsfondsgesetz auf den Weg bringen.

Neben Familienhärtefonds: 80 Millionen Euro für Arbeitslose

Eine weitere Maßnahme, die im Sozialausschuss per Initiativantrag Richtung Plenum geschickt wird, betrifft die Arbeitslosen selbst. Hier sollen 80 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden, um befristet bis Ende September die Verluste jener auszugleichen, die nach Auslaufen des Arbeitslosengeldes nur noch die schlechter dotierte Notstandshilfe erhalten.

Wöginger sprach von zwei "sehr wichtigen sozialpolitischen Maßnahmen", die nun mit den Grünen akkordiert seien. Bei der Notstandshilfe setze man das um, was bereits per Entschließungsantrag vereinbart gewesen sei. Maurer erinnerte daran, dass es von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien besonders schwer hätten. Außerdem seien sie mit höheren Kosten, etwa durch das Home Schooling und den Wegfall des Schulmittagessens konfrontiert.

(apa/red)

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