Corona-Verschärfungen lassen Impfzahlen in der Steiermark steigen

Erstimpfungen steigen in der Steiermark wieder an.
Erstimpfungen steigen in der Steiermark wieder an. ©APA
Die Verschärdungen der Coronavirus-Maßnahmen in der Steiermark und die Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz lassen die Erstimpfungen in der Steiermark in die Höhe schnellen.
2G-Regel in Nachtgastro

Die Anmeldezahlen auf der Impfplattform des Landes Steiermark hätten sich im Tagesvergleich oft verdoppelt, ebenso habe man bei den Erstimpfungen gegenüber der Vorwoche eine Verdoppelung registriert, wie beim 34. Impf-Update am Freitag mitgeteilt wurde.

Anmeldungen für Erstimpfungen in der Steiermark steigen

Die Anmeldungen auf der Impfplattform für Erststiche sind im Steigen begriffen. Habe man zuletzt zwischen 200 und 300 Anmeldungen pro Tag registriert, so habe sich dies nun auf 600 verdoppelt, sagte der stellvertretende Leiter des Amtes der steiermärkischen Landesregierung, Wolfgang Wlattnig beim Online-Impf-Update. "Ob 3G-Regel oder die Verschärfungen des Landes der Treiber waren, kann man nicht genau sagen, aber wir begrüßen den anhaltenden Trend. Wir bieten allen Ungeimpften alle Möglichkeiten zur Immunisierung an, über die Impfstraßen, die Impfbusse und natürlich die niedergelassenen Ärzte", sagte Wlattnig.

Bei den Erstimpfungen wurden 6.274 in den Impfstraßen, den Bussen und den niedergelassenen Ärzten gezählt, was einer Verzweifachung gegenüber der Vorwoche gleichkomme. Dazu habe man noch 4.910 Zweitstiche verabreicht. Mit Stand Freitagfrüh sind in der Steiermark rund 63 Prozent der Gesamtbevölkerung und 71 Prozent der Impffähigen ab zwölf Jahren zweitimmunisiert. Bei der Altersgruppe über 90 Jahren haben 58 Prozent bereits den dritten Stich erhalten, bei den über 80-Jährigen sind es rund 40 Prozent. "Das ist uns wichtig, dass diese Altersgruppen rasch die Auffrischung bekommen", sagte Wlattnig.

Steiermark will noch rund 287.000 Ungeimpfte erreichen

Sorge bereite aber die doch große Gruppe der ungeschützten Personen, rund 423.000 Menschen, wobei man hier unter anderem jene herausrechnen müsse, die sich nicht impfen lassen könnten, wie etwa Kinder, gesamt rund 136.000. "Die bisherigen Impfungen wirken zwar wie eine Bremse für das Virus, das ist aber noch nicht ausreichend. Führen wir uns als Vergleich vor Augen, was passiert, wenn große Teile der Bevölkerung nicht immunisiert sind", gab Wlattnig zu bedenken. In manchen Ländern wie Rumänien stehe man bei einer Impfquote von nur rund 15 Prozent, dort herrschten an den Kliniken schreckliche Zustände. Es gebe also in der Steiermark rund 287.000 Personen, die man noch ansprechen müsse, die einen Teil dazu beitragen können, um besser durch den Herbst zu kommen.

Bisher mehr als 50.000 Drittimpfungen in der Steiermark

Laut Impfkoordinator Michael Koren verzeichnete man bisher 822.829 Erst- und rund 788.000 Zweitimpfungen. Die Einladungen zu den Drittimpfungen würden gut angenommen, ins E-Register wurden bisher 50.834 eingetragen. Bei den Impfaktionen für Schulen hätten sich 837 Schüler gemeldet. Da habe sich herausgestellt, dass manchmal Immunisieren über die Impfstraßen sinnvoller sei, denn bei einigen Schulen habe sich nur ein Schüler gemeldet.

Einen speziellen Aufruf startete Koren an Maturaklassen, die demnächst ihre Maturabälle abhalten: In den Impfstraßen werde am Dienstag bis 20.00 Uhr immunisiert, gerne und jederzeit seien Maturaklassen willkommen. Dann habe man mit dem Zweitstich Mitte November einen guten Schutz.

(APA/red)

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