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Corona-Hotspot Landstraße? Wien verweist auf Datenprobleme

Wien-Landstraße meldet so viele Fälle, weil dort der Ärztefunkdienst beheimatet ist.
Wien-Landstraße meldet so viele Fälle, weil dort der Ärztefunkdienst beheimatet ist. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Wien-Landstraße scheint ein Hotspot für Coronavirus-Infizierte zu sein: Laut Gesundheitsministerium wurden dem Bezirk 97 von insgesamt 701 Fälle zugerechnet. Laut der Wiener Stadtverwaltung handle es sich hierbei aber um ein Datenübermittlungsproblem.
Coronavirus: Entwicklung nach Bundesländern

Sieht man sich die vom Gesundheitsministerium ausgewiesenen Infektionszahlen für Wien an, wären bei aktuell 701 Covid-19-Patienten (Stand: Mittwoch, 13.15 Uhr) 97 im dritten Gemeindebezirk beheimatet. Damit wäre die Landstraße der absolute Hotspot und würde deutlich mehr Corona-Fälle als jeder andere Bezirk in Wien aufweisen. Das Zahlenmaterial täuscht allerdings, wie Recherchen der APA ergaben.

"Datenübermittlungsprobleme" bei Covid-19-Fällen

Der Statistik zufolge wären in der Landstraße fast doppelt so viele Infizierte zu Hause wie in der Donaustadt und Floridsdorf, die mit 56 bzw. 49 bestätigten Infektionen auf den Plätzen zwei und drei aufscheinen. Der dritte Bezirk sei allerdings kein "Ausreißer nach oben", hieß es dazu auf APA-Anfrage aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Die für den dritten Bezirk ausgewiesene Zahl fuße nämlich auf "Datenübermittlungsproblemen".

Die Schwierigkeiten beruhen darauf, dass der Ärztefunkdienst seinen Sitz im dritten Bezirk hat. Laborbefunde mit positiven Testergebnissen, welche die Einrichtung den Betroffenen noch nicht zustellten konnte, würden laufend in das Epidemie-Tool eingespeist, bis zur Zustellung aber der Adresse des Ärztefunkdiensts zugerechnet. Sie blieben sozusagen im dritten Bezirk "hängen", bis sie die Patienten erhalten und würden somit nicht die realen Verhältnisse abbilden. "Es gibt derzeit keinen Hotspot in Wien", wurde der APA versichert.

Momentan 666 Coronavirus-Infizierte in Wien

Grundsätzlich stellt Wien bei der Erfassung der Infektionen nicht auf den Ansteckungs-, sondern den Wohnort der Betroffenen ab. Wird beispielsweise ein Arzt oder eine Pflegekraft in einem Wiener Gemeindespital positiv auf SARS-CoV-2 getestet und ist der bzw. die Betroffene in Niederösterreich gemeldet, wird dieser Fall dem jeweiligen Wohnbezirk zugerechnet. Es dauert jedoch eine gewisse Zeit, bis dieser Prozess abgeschlossen ist und sich korrekt in der Statistik niederschlägt. Damit erklären sich fallweise unterschiedliche Infektionszahlen der Gebietskörperschaften. Die Stadt Wien wies beispielsweise Mittwochfrüh 666 Infizierte aus, während das Gesundheitsministerium der Bundeshauptstadt 678 Infizierte zurechnete.

(APA/red)

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