AUVA hat Zehnjahresvertrag mit Wiener AKH abgeschlossen

Die AUVA versucht sich unentbehrlich zu machen.
Die AUVA versucht sich unentbehrlich zu machen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) hat einen Zehnjahresvertrag mit dem Wiener AKH abgeschlossen. Damit stellt die AUVA 24 Unfallbetten in ihren beiden Wiener Häusern zur Verfügung und versucht sich, unentbehrlicher zu machen.
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Sie bekommt dafür 5,7 Mio. Euro pro Jahr. AUVA-Obmann Anton Ofner bestätigte der APA am Donnerstag den Deal, der mit 1. April 2018 zu laufen begonnen hat und einen fünfjährigen Kündigungsverzicht enthält. Verhandelt habe man seit Mai des Vorjahres, die Vertragsunterzeichnung war am 27. März. Es gehe um Unfallpatienten, die im AKH behandelt wurden und dann an das Lorenz-Böhler-Krankenhaus oder das UKH Meidling weitergereicht werden.Der Grund für die Kooperation sei, dass Wien “von den traumatologischen Kapazitäten her am Anschlag” sei, so Ofner. Die AUVA habe zusätzliche Kapazitäten verfügbar machen können.

Deal zwischen AUVA und Wiener AKH

Dass der Deal der AUVA in der aktuellen Debatte gelegen komme, wollte Ofner nicht gelten lassen: “Wir denken eigentlich nicht in diesen Kategorien.” Er treffe sich aber gut, werde im Koalitionsabkommen doch dezidiert gewünscht, dass die AUVA trägerübergreifend Kooperationen eingehe. Neben der Vereinbarung mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) sei man auch für Klagenfurt und Salzburg schon sehr weit in Kooperationsverhandlungen.

AUVA schweigt zu Debatte über Sozialversicherung

Zum aktuellen Stand der Debatte um die Sozialversicherung zeigte sich Ofner zurückhaltend. Angesprochen auf die jüngsten Privilegienvorwürfe verwies er auf die bereits von Sozialversicherungsseite geäußerten Gegenargumente. Generell meinte er, er wolle sich “ungern an dieser Diskussion auf diesem Niveau beteiligen”. Mit der Regierung diskutiert werde jedenfalls, und er rechne damit, “dass wir hier zu einer auch für die Menschen in diesem Land vorteilhaften Lösung kommen”.

Die diskutierte Vorgabe, ab 2019 in einem ersten Schritt 100 Mio. Euro pro Jahr einzusparen, bezeichnete Ofner als “sehr herausfordernd”. Er sei aber zuversichtlich, dass man eine weitere Beitragssenkung mittels Produktivitätssteigerung und mehr Effizienz schaffen zu können.

APA/Red.

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