Asylanten verhaftet: Protest vor Anhaltezentrum in Wien

Nach der Festnahme der Asylanten aus dem Servitenkloster wird in Wien protestiert.
Nach der Festnahme der Asylanten aus dem Servitenkloster wird in Wien protestiert. ©APA
Die Festnahme von zehn Asylanten, die zuvor im Servitenkloster untergebracht waren, führten am Sonntag zu Protesten vor dem Anhaltezentrum Rossauer Lände in Wien. Damit verbunden waren auch Behinderungen im Verkehr.
Asylanten verhaftet
Bis Oktober im Kloster

Etwa 60 bis 70 Personen demonstrierten laut Angaben der Caritas um die Mittagszeit gegen die Festnahmen, laut Polizei waren es etwa 50. Die Grünen schlossen sich unterdessen der Kritik an, die FPÖ meinte hingegen, die Innenministerin habe sich “schon viel zu lange auf der Nase herumtanzen lassen”.

Politik reagiert auf Festnahme von Asylanten

Alev Korun von den Grünen verwies darauf, dass das Außenministerium von Reisen nach Pakistan abrate – “dass bis zu zehn Menschen, die aus ebendiesem Land geflüchtet waren, dorthin zurückverfrachtet werden sollen, ist menschlich wie politisch nicht hinnehmbar”. Korun stellte – wie zuvor schon Kardinal Christoph Schönborn – einen Zusammenhang mit dem Wahlkampf in den Raum: “Die Angst des ÖVP-geführten Innenministeriums bzw. der ÖVP, bei der kommenden Wahl schlecht abzuschneiden, ist offensichtlich so groß, dass sie diese Abschiebung knapp vor der Wahl inszenieren wollen.” Die Innenministerin müsse die geplante Abschiebung stoppen, forderte Korun.

Ganz anders sieht die Sache die FPÖ, die sich die Festnahmen quasi auf die Fahnen heftet: “Auf Druck der Freiheitlichen scheint der Rechtsstaat letztlich doch noch zu siegen: Zehn der Illegalen, die Österreich seit Monaten mit Besetzungen und Pseudo-Hungerstreiks erpressen wollen, sind endlich festgenommen worden”, hieß es in einer Aussendung. “Das kann aber wohl nur der Anfang sein”, findet Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Johann Gudenus. “Alle Illegalen sind natürlich, wie gesetzlich vorgesehen, umgehend in ihre Heimat zurückzuschaffen.”

(APA/Red)

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