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"Alle ohne Maske": Kroatien-Urlauber über Reisewarnung nicht verwundert

Kroatien-Urlauber aus Österreich schildern einen laschen Umgang mit dem Coronavirus.
Kroatien-Urlauber aus Österreich schildern einen laschen Umgang mit dem Coronavirus. ©APA/AFP/DENIS LOVROVIC
Von Menschenmassen und fehlenden Schutzmasken berichten gleich mehrere Kroatien-Urlauber aus Österreich. Über die ab Montag geltende Reisewarnung zeigte man sich nicht verwundert.
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Österreichische Urlauber, die sich in kroatischen Touristenzentren aufhalten, wundern sich kaum über die Entwicklung, die nun zur ab Montag gültigen Reisewarnung des österreichischen Außenministeriums geführt hat.

Kroatien-Urlauber berichten über laschen Umgang mit Coronavirus

Von Menschenmassen in Porecs Innenstadt berichtete etwa der Urlauber Paul K., "alle ohne Maske", am Freitag im Gespräch mit der APA. Ähnlich Melanie B. aus Zadar: "In der Innenstadt ist schon sehr viel los. Von Hygienemaßnahmen ist da nicht viel zu spüren, außer in Geschäften und die Kellner in den Lokalen." Sonst sei alles wie immer.

Paul K. war am Dienstag nach Porec gereist, weil ein geplanter Barcelona-Trip der Coronavirus-Entwicklung in Katalonien zum Opfer fiel. "Keine Woche zu früh", meinte er. Vor allem deutsche und österreichische Touristen bevölkern die Innenstadt, am Abend merke man nicht, dass weniger los wäre. Auch die Kellner in Lokalen nehmen es mit den Masken nicht so genau. Sie tragen sie zwar, aber "nicht über der Nase oder gleich nur als Kinnwärmer". Paul K. konstatierte: "Wenn wir nach der Rückkehr aus Porec kein Corona haben, bekommen wir es auch nicht mehr."

Zahlreiche Rückkehrer: ÖAMTC rechnet mit erheblichen Staus

Wer kann, wird versuchen, vor Montag aus Kroatien zurückzukehren. Das erwartete auch der ÖAMTC. "Wir rechnen mit erheblichen Staus an den Grenzen", hieß es am Freitag auf Anfrage der APA. Der Autofahrerklub empfahl, möglichst azyklisch in der Nacht zu fahren, damit man spätestens zeitig in der Früh an der Grenze ist. Spätestens ab den Vormittagsstunden sei mit langen Wartezeiten vor den Übergängen zu rechnen. Wer sie kennt, sollte außerdem Schleichwege nutzen.

Das hat auch der Urlauber Martin M. vor, der ursprünglich bis Montag oder Dienstag bleiben wollte, nun aber bereits am Sonntag die Heimreise antreten wird. "Ich fürchte aber, dass Google Maps auch einige andere Urlauber auf die Schleichwege lotsen wird. Aber ein, zwei Stunden mehr Fahrzeit nimmt man in Kauf." Martin M. wollte als Eigentümer eines eigenen Appartements auf der Insel Ciovo immer azyklisch - sprich: nicht am Wochenende - reisen. Das lässt sich nun aber nicht vermeiden. Er hoffe, dass es in der Nacht auf Montag dann nicht um fünf Minuten gehe an der Grenze. "Wir fahren jedenfalls so spät wie möglich", sagte Martin M.

Ebenfalls azyklisch will Thomas K. fahren, der etwas nördlich von Zadar für ungefähr eine Woche urlaubte. Abseits des Trubels der Touristenzentren merkte man auch nichts vom Anstieg der Covid-19-Fälle in Kroatien. Aber es gebe in Kozino auch keine Partys und keine Veranstaltungen. "Das ist es auch, was unsere Vermieterin gesagt hat: 'Es gibt keine Veranstaltungen. Dieser Sommer ist nicht wie ein normaler Sommer'."

(APA/Red)

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