Akademikerball-Demonstranten sind besorgt über Polizeieinsatz und mögliche Identitären-Demo

Die Demonstranten zeigen sich vor dem Akademikerball 2016 besorgt.
Die Demonstranten zeigen sich vor dem Akademikerball 2016 besorgt. ©APA
Am Freitagabend wird gegen den freiheitlichen Akademikerball demonstriert. Die Plattform "Jetzt Zeichen setzen!" gibt sich vorab allerdings besorgt: Man befürchte eine mögliche Einmischung der Identitären und Verfehlungen der Polizei.
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“Wir fürchten, dass die Polizei Provokationen übersieht und gegen die Falschen vorgeht”, sagte Sprecher Niki Kunrath zur APA. Die Veranstalter des Balls hoffen auf einen gewaltfreien Abend.

Keine Identitären-Demo angemeldet

Zwar haben die Identitären keine Kundgebung für den Abend des Akademikerballs angemeldet, bei “Jetzt Zeichen setzen!” ist man sich aber nicht ganz sicher, ob die rechte Gruppierung nicht doch auf die Straße gehen wird. “Ich mache mir wirklich Sorgen”, so Kunrath, für den es laut eigener Aussage nicht das erste Mal wäre, dass die Exekutive rechte Provokationen übersieht. Zwar erwartet er sich nicht, dass Beamte mit Rechtsextremen “Hand in Hand” handeln würde”, die Polizei aber “den falschen Bereichen Aufmerksamkeit schenkt”.

Polizeisprecher Johann Golob sagte, die Exekutive habe derzeit keine Erkenntnisse, dass Vertreter der vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem eingestuften Identitären vorhätten, die Demos und Kundgebungen der Ballgegner zu stören. Auch hätten die “Identitären” keine Kundgebungen angemeldet. “Sollten sie doch auftreten, werden wir schauen, dass wir die Gruppen trennen und Eskalationen verhindern”, sagte Golob.

Polizei befürchtet Gewalt bei Protesten gegen Akademikerball

Es sei zu befürchten, dass die Proteste gegen den Akademikerball nicht völlig gewaltfrei ablaufen. “Wenngleich die Anmelder zur Gewaltfreiheit aufgerufen haben, sagen sie zur gleichen Zeit, dass sie den Ball blockieren und verhindern wollen.” Es sei schon von einzelnen Gruppen mit Gewalt zu rechnen, nicht nur durch Provokationen der Polizei oder durch Vorwürfe sexueller Übergriffen gegen Beamte, die allenfalls Teilnehmer an einer Sitzblockade wegtragen, sondern auch “aktiv gegen Ballgäste”.

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(APA/Red)

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