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Akademikerball 2014: Ausschreitungen bei Demonstrationen in der Wiener Innenstadt

Demo gegen Akademikerball 2014: In der Innenstadt kam es am frühen Freitagabend zu Ausschreitungen.
Demo gegen Akademikerball 2014: In der Innenstadt kam es am frühen Freitagabend zu Ausschreitungen. ©APA
Am Freitagabend kam es während der Demonstrationen gegen den Akademikerball in der Wiener Hofburg zu Ausschreitungen und Sachbeschädigung.
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Kurz vor 19.00 Uhr erklärte die Polizei die Demonstrationszüge, die sich in Richtung Stephansplatz bewegt hatten, für aufgelöst. Daraufhin kam es zu Ausschreitungen. Einige Beamte wurden laut einem Polizeisprecher verletzt, es gab Festnahmen.

6000 Demonstranten gegen Akademikerball

Insgesamt zählte die Polizei rund 6.000 Kundgebungsteilnehmer. Als die Beamten die Demonstration auflösten, startete eine gewaltbereite Gruppe – laut einem Polizeisprecher mehr als hundert Personen – beim Stephansplatz ihre Attacken. Es wurden Knaller und Farbbeutel geworfen, bei einem Fahrzeug des ORF kam eine Scheibe zu Bruch, wie in “Wien heute” berichtet wurde.

Ausschreitungen am Stephansplatz und Am Hof

Noch schlimmer ging es Am Hof ab, wo laut Augenzeugen ein Streifenwagen der Polizei schwer beschädigt wurde und Demonstranten mit Brettern und Steinen auf die dortige Polizeiwache losgingen. Es kam zu Festnahmen. Beim Stephansplatz versuchte ein Demonstrant, in die dortige Bank-Austria-Filiale einzudringen, scheiterte aber am Panzerglas. Laut ORF-“Zeit im Bild” gingen in der Wipplinger Straße Auslagenscheiben zu Bruch.

“Schwarzer Block” sorgte für Unruhe

Rund 50 Personen schafften es in die Sperrzone vor die Oper. Die Polizei räumte diese Versammlung, zu gewalttätigen Zwischenfällen kam es dort nicht. Die Proteste gingen allerdings weiter, mehrere Gruppen von Demonstranten waren unkoordiniert in der Innenstadt unterwegs. Gegen 20.00 Uhr wurde der “schwarze Block” von der Exekutive in der Löwelstraße hinter dem Burgtheater eingekesselt.

Auf Facebook und Twitter posteten Demonstranten Bilder und auch Eindrücke. Viele der Protestierenden wollten sich mit den unschönen Szenen nicht identifizieren und riefen zur Ordnung auf.

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache schaffte es indes ohne Störungen in den von seiner Partei veranstalten Ball, wie er in einem Video-Statement erklärte. Es sei bedenklich, dass “Linke und Linksextremisten” gegen einen Wiener “Traditionsball” mobilisierten, kritisierte er. Den Ball werde man auch in Zukunft “mit Sicherheit nicht” aufgeben. Es gehe um das Grundrecht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit. “Das werden wir uns nicht nehmen lassen.”

Keine Attacken auf Ballgäste – Taxis jedoch blockiert

Weiterhin kein Ende zeichnete sich am Freitagabend gegen 21 Uhr bei den Kundgebungen gegen den Akademikerball der Wiener FPÖ in der Hofburg ab. Einer der Schwerpunkte der – offiziell aufgelösten – Demonstrationen verlagerten sich vor das Parlament und zur Bellaria. Attacken gegen die Ballgäste wurden vorerst nicht vermeldet, allerdings wurden wiederholt Taxis blockiert.  Augenzeugen berichteten von Festnahmen durch die Polizei. Hinter dem Burgtheater sei es zu Prügeleien gekommen, wobei es auch einige verletzte Demo-Teilnehmer gab. Auch Pfefferspray kam dem Vernehmen nach zum Einsatz. Augenzeugen berichteten der APA, dass die Demonstranten versuchten, mittels mitgebrachter Milch das Brennen in den Augen zu lindern.

Ähnliches wurde aus der Gegend rund um den Volksgarten und das Parlament berichtet, wo die Exekutive die freie Durchfahrt für Taxis garantieren wollte. Am Ring waren rund 1.000 Demonstranten versammelt, auch die Polizeipräsenz war hoch. Farbbeutel und Flaschen wurden geworfen.

Bei der FPÖ berichtete man auf APA-Anfrage, dass es außer der teilweise erschwerten Zufahrt zu keinen Attacken gegen die Ballgäste gekommen sei. Der Wiener Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein sprach in einer Aussendung dennoch von “Gewaltexzessen”. Das Bild sei eindeutig. “Die Linke hat ihre schwarz verhüllten Stiefeltruppen losgelassen, um eine Spur der Gewalt und Verwüstung durch die Bundeshauptstadt zu ziehen.”

(APA/Red)

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