Trash und berührende Botschaften: Mario Lackner stellt seine Favoriten vor

Wer wird 2015 den ESC gewinnen?
Wer wird 2015 den ESC gewinnen? - © EPA/NTB SCANPIX/BERIT ROALD/ EBU
Song Contest-Experte Mario Lackner hat für VIENNA.at aus den heurigen Song Contest-Beiträgen seine Favoriten ausgewählt und stellt diese vor. Mit dabei: Ein Lied, bei dem die Tränen fließen und ein Song, der so schlecht ist, dass er es schon wieder gut findet.

Wenn Musikwettbewerb-Consulter und #60JAHREsongcontest-Autor Mario Lackner die Liste der 40 Starter beim heurigen Eurovision Song Contest durchgeht, bleibt er immer wieder bei einer Handvoll Beiträgen hängen, bei denen ihm das Herz aufgeht.

“So schlecht, dass es schon wieder gut ist”


Startnummer 1 in Semifinale 1 hat der ukrainische Sänger Eduard Romanjuta, der für Moldawien antritt. Sein “I Want Your Love” ist eine Trash-Perle sondergleichen und gefällt Mario nicht ernsthaft, aber es ist so schlecht, dass es schon wieder gut ist – Trash eben!

Ungarn tritt mit passender Botschaft an


Ungarn hat Startnummer 10 und wird von vielen im Vorfeld des Großereignisses übersehen. “Wars For Nothing” berührt durch seine leider so passende Botschaft in Zeiten des Krieges in der Ostukraine, Libyen und im Nahen Osten. “Ein bißchen Frieden” für das Jahr 2015 – ich wünsche es Europa so sehr!

“All Over Again” lässt die Tränen fließen


Auf Startplatz 15 im selben Semi ist Rumänien mit einer ähnlich bewegenden Ballade anzutreffen. Lange habe ich es überhört und an einem Abend flossen mir urplötzlich die Tränen über die Wangen. Das Lied ist pur, seine Message echt. Ich wünsche “All Over Again” toi toi toi für die Finalqualifikation!

Litauen könnte den ESC gewinnen


Litauen eröffnet nicht nur das 2. Semi, sondern könnte “This Time” sogar das Ding gewinnen. Das Duett ist einfach so dermaßen lieb, die Melodie geht vor naivem Glück über und der Text ergänzt, für was wir Menschen eigentlich gar keine Worte brauchen – oder wie sagte es Johnny Logan in seinem Siegersong “Hold Me Now”? “What can I say when words are not enough”…

Ein würdiger Nachfolger für Conchita


Und dann wäre da noch Norwegen auf Startnummer 6 zu erwähnen. Im Interview für mein Buch #60JAHREsongcontest entpuppte sich die eine der beiden Sänger*innen so wahrhaftig und tiefgründig wie das Lied “A Monster Like Me” selbst. Es wäre ein gebührender Nachfolger auf “Rise Like A Phoenix”, in den Fußstapfen von “Molitva” (Siegersong 2007). Ich drücke den Nordländern beide Daumen, auch wenn es langsam fad wird, dass mindestens jedes zweite Jahr Skandinavien den Pott nach Hause holt.

Hat Island eine Chance?


Wenn schon Nordeuropa, dann doch mal endlich Island, aber das wird’s mit “Unbroken” leider nicht spielen – eher macht (schon wieder) Schweden das Rennen, aber warten wir die Proben in der Wiener Stadthalle ab, denn da kann noch so mancher Überraschungsanwärter aus dem Hut gezaubert werden!

Alle Infos rund um den Eurovision Song Contest finden Sie hier.

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