Rapid-Trainer Mike Büskens: “Das sind die Momente, für die wir Fußball spielen”

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Stefan Schwab will mit Rapid auch in Bilbao bestehen.
Stefan Schwab will mit Rapid auch in Bilbao bestehen. - © AFP Photo/Günter Artinger
Rapid ist auswärts gegen Athletic Bilbao großer Außenseiter, rechnet sich aber auch Chancen im San Mamés aus. Stefan Schwabs Trikot wird indes zum Fall fürs Museum.

Auf den SK Rapid wartet am Donnerstag (21:05 Uhr, live auf Sky) die laut Papierform schwierigste Aufgabe in der Gruppenphase der Europa League. Die Wiener treffen auswärts auf Athletic Bilbao, das in der spanischen Primera División nach zuletzt vier Siegen in Folge nur zwei Punkte hinter Real Madrid und einen Zähler hinter Barcelona auf Rang fünf liegt.

Die Gruppenphase begann für die Basken allerdings weniger verheißungsvoll – nach einem Auswärts-0:3 zum Auftakt gegen Sassuolo steht Athletic gegen die mit einem 3:2 gegen Genk gestarteten Wiener schon unter Zugzwang. Nicht zuletzt deshalb erwartet Trainer Mike Büskens von Beginn an stürmische Gastgeber.

Büskens: “Gegenseitig unterstützen, bei Standardsituationen aufpassen”

Um den Angriffen standzuhalten, sei ein engagiertes Auftreten gefragt. “Wir müssen kompakt, griffig und auf dem Weg nach vorne mutig sein und das Spiel auch ein Stück weit genießen”, wünschte sich der Deutsche. “Das sind die Momente, für die wir Fußball spielen.”

Vor dem Europa-League-Viertelfinalisten der vergangenen Saison, der gegen den späteren Champion FC Sevilla erst im Elfmeterschießen scheiterte, hat Büskens großen Respekt. “Sie können gut kombinieren und üben viel Druck auf den Gegner aus.” Daher müsse man sich gegenseitig unterstützen und bei Standardsituationen aufpassen, richtete der 48-Jährige seinen Spielern aus.

Im jüngsten Meisterschaftsmatch am Samstag auswärts gegen den SKN St. Pölten gelang das weniger gut – das 1:1 beim Aufsteiger bedeutete den vierten Punkteverlust in der vierten Ligapartie außerhalb Wiens. “St. Pölten wirkt noch nach, aber es steht schon die nächste Aufgabe vor der Tür, und die nehmen wir an”, betonte Büskens.

Müller: “Müssen Bilbao die Lust am Fußball spielen nehmen”

Das Spiel im Estadio de San Mamés, wo der Rekordmeister von rund 800 Fans unterstützt wird, dürfte sich stark von jenem in der niederösterreichischen Landeshauptstadt unterscheiden. Diesmal wird wohl Rapid die Mannschaft sein, die zumeist Ball und Gegner nachläuft. Also forderte Sportvorstand Andreas Müller: “Wir müssen Bilbao die Lust am Fußball spielen nehmen und brauchen in den Zweikämpfen körperliche Robustheit.”

Sollte das gelingen, sei für Rapid durchaus etwas möglich. “Ich sehe die Chancen intakt, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen können”, erklärte Müller. Diese Meinung vertrat auch Stefan Schwab. “Bilbao hat viel Druck, uns traut keiner etwas zu, aber wir rechnen uns etwas aus”, sagte der Mittelfeldspieler und gab die Parole aus: “Wir müssen das Spiel von unserem Tor weghalten und dumme Ballverluste vermeiden.”

Eine allzu angriffslustige Taktik der Gastgeber könnte Rapid in die Karten spielen, vermutete der Ex-Admiraner. “Ich hoffe, sie legen es zu offensiv an, sodass wir die eine oder andere Konterchance bekommen und die auch nützen”, sagte Schwab.

Schwab-Dress wird zum Museumsexponat

Der Rapid-Profi war im vergangenen Februar bei den bisher letzten Duellen Rapids mit einem Vertreter aus der spanischen Liga dabei, als es im Europa-League-Sechzehntelfinale gegen Valencia auswärts ein 0:6 und daheim ein 0:4 setzte. Die beiden Debakel seien aber längst abgehakt. “Ich glaube nicht, dass ein Spieler von uns ins Stadion geht und noch an Valencia denkt.”

Der Salzburger, der am Mittwoch gemeinsam mit 21 weiteren Kaderspielern nach Bilbao reiste, führt Rapid im San Mamés wohl als Kapitän aufs Feld, weil Steffen Hofmann neuerlich Ersatz sein dürfte.

Und noch eine weitere Ehre wird dem seit Dienstag 26-Jährigen zuteil: Das Rapid-Leiberl, mit dem er gegen Genk das erste Tor der Grün-Weißen in der Europa-League-Gruppenphase im neuen Allianz-Stadion erzielte, wird im vereinseigenen Museum “Rapideum” ausgestellt. Zu bestaunen ist es so wie viele andere Exponate auch im Rahmen der “Langen Nacht der Museen” am kommenden Samstag von 18:00 bis 1:00 Uhr.

(APA, Red.)

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