Rapid-Stolperer gegen Trenčín: “Das war ein Griff in die Toilette”

Von David Mayr
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Rapid-Trainer Mike Büskens musste seinen Schützlingen die Ernsthaftigkeit der Partie in Erinnerung rufen.
Rapid-Trainer Mike Büskens musste seinen Schützlingen die Ernsthaftigkeit der Partie in Erinnerung rufen. - © APA/Georg Hochmuth
Rapid Wien kassierte im Playoff-Rückspiel gegen AS Trenčín die erste Niederlage im Allianz-Stadion, darf sich aber dank des Kantersiegs von Žilina dennoch über den Aufstieg in die Gruppenphase freuen.

AS Trenčín heißt also die Mannschaft, der es gelang, als erste im Allianz-Stadion gegen Rapid zu treffen und den Wienern in ihrem neuen Zuhause auch die erste Niederlage zuzufügen.

Nach vier Siegen in ebenso vielen Partien und einer Tordifferenz von 14:0 in Hütteldorf sowie dem 4:0 gegen Trenčín im Hinspiel nicht unbedingt zu erwarten, aber aufgrund der von den Grün-Weißen am Donnerstag gezeigten Leistung völlig verdient.

“Das ist wie mit Kindern. Du kannst ihnen viel von der heißen Herdplatte erzählen. Sie glauben es nicht, bis sie draufpacken. Heute haben wir auf die Herdplatte gegriffen. Was wir heute abgeliefert haben, war ein Griff in die Toilette”, kommentierte Rapid-Trainer Mike Büskens den Auftritt seiner Schützlinge im ORF-Interview.

Historisches Gegentor und die grün-weiße Verunsicherung

Dabei hätte sich seine Mannschaft selbst sowie den 21.200 Zuschauern früh einen ruhigen Abend bescheren können. Keine drei Minuten waren gespielt, als Joelinton nach schönem Pass von Thomas Murg alleine vor Gäste-Torhüter Igor Šemrinec auftauchte, im Abschluss an diesem jedoch scheiterte. Bei der Chancenauswertung hat das seit Kurzem 20-jährige Sturmtalent vorerst das größte Verbesserungspotential, am Donnerstag mochte auch die Ballannahme einige Male nicht optimal gelingen.

Nach dem ersten Gegentor im Allianz-Stadion durch den Engländer James Lawrence in der zwölften Minute – nach Harakiri-Pass von Maximilian Hofmann auf Ivan Močinić – griff die allgemeine grün-weiße Verunsicherung um sich – und kein Rapidler war in der Lage, sich ihr zu entziehen. “Wir sind ein junges Team und haben uns von dem ersten Tor verunsichern lassen”, gab Innenverteidiger Christopher Dibon nach Spielende zu. Der 25-Jährige hatte die Hütteldorfer diesmal als Kapitän aufs Feld geführt, da Steffen Hofmann und Stefan Schwab zunächst auf der Bank Platz nahmen.

Rapid-Verteidiger Dibon: “Dämpfer zur richtigen Zeit”

Am Ende galt für Rapid: Mund abputzen und wieder aufrütteln! Schließlich blieb es bei Rapids bisher schlechtester Saisonleistung dank des Kantersiegs in Žilina bei einem Ausrutscher ohne ernsthafte Folgen. “Wir sind zufrieden mit der Situation, dass wir in der Gruppenphase sind. Mit dem Spiel können wir klarerweise nicht zufrieden sein”, sagte Büskens.

Dibon sprach von einem möglichen “Dämpfer zur richtigen Zeit”. Am Sonntag steht in Hütteldorf der Bundesliga-Schlager gegen Red Bull Salzburg (16:30 Uhr, live auf ORF eins, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) auf dem Programm.

Zu diesem Zeitpunkt werden beide Teams längst ihre Gegner in der Vorrunde der Europa League kennen. Deren Auslosung findet am Freitag, um 13:00 Uhr, in Monaco (VIENNA.at wird wieder per Liveticker berichten) statt. Spätestens dann wird bei Rapid keiner mehr daran denken, dass man beim letzten Schritt dorthin ordentlich gestolpert ist.

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