Rapid mit blauem Auge in die EL

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Rapid stolperte im Rückspiel gegen Trenčín, stieg mit dem Gesamtscore von 4:2 aber dennoch in die Gruppenphase der Europa League auf.
Rapid stolperte im Rückspiel gegen Trenčín, stieg mit dem Gesamtscore von 4:2 aber dennoch in die Gruppenphase der Europa League auf. - © APA/Georg Hochmuth
Rapid Wien ruhte sich im Rückspiel des Europa-League-Playoffs auf dem 4:0- Sieg von vor einer Woche aus. Im Allianz-Stadion wurde AS Trenčín zum Party­schreck, die 0:2-Niederlage reichte den Hütteldorfern dennoch zum Aufstieg in die Gruppenphase.

Aus dem lockeren Schaulaufen wurde ein unerwartet anstrengender Arbeitstag: Rapid hat die Pflichtübung gegen Trenčín gemeistert und steht nach einigem Bauchweh und dem Gesamtscore von 4:2 in der Europa-League-Gruppenphase. Nach dem 4:0-Auswärtssieg vor einer Woche verloren die Wiener 0:2. 21.200 Zuschauer sahen die ersten Gegentore sowie die erste Niederlage im neuen Allianz-Stadion.

Nach dem klaren Hinspielergebnis konnte Rapid auf dem Weg in die sechste Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase eigentlich nur über den eigenen Hochmut und Schlendrian stürzen. Rapid-Trainer Mike Büskens warnte seine Mannen darum eindringlich vor möglichen Fehleinschätzungen des Gegners und einer laschen Herangehensweise. “Vernünftig und konzentriert” solle seine Elf auftreten, meinte Büskens vor der Partie. Alles andere wäre “eine Dummheit”.

Um das zu vermeiden und bereits Stammkräfte für den Ligahit gegen Red Bull Salzburg am Sonntag (16:30 Uhr, live auf ORF ein, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) zu schonen, nahm Büskens im Vergleich zum Vorwochen-Duell einige personelle Änderungen vor. Arnór Ingvi Traustason beackerte anstelle des verletzten Philipp Schobesberger den linken Flügel. Ersatzkapitän Stefan Schwab bekam wie Christoph Schößwendter und Thomas Schrammel eine Pause. An ihrer Stelle spielten Thomas Murg, Stephan Auer und Maximilian Hofmann.

Kalte Dusche während anfänglicher Rapid-Dominanz

Und Hofmann stand gleich unfreiwillig im Mittelpunkt: James Lawrence fing den gefährlichen Pass des Innenverteidigers auf Ivan Močinić ab und zog aus zentraler Position erfolgreich ab (12.). Der Engländer schrieb sich nach seinem platzierten Flachschuss ins rechte Eck in die Geschichtsbücher ein: Nicht, weil er das wacker aufspielende Trenčín 1:4 heranbrachte, sondern weil er Rapid das erste Gegentor im Allianz-Stadion beifügte.

Es war ein Strohfeuer, das nach Rapids überlegenem Beginn für spielerische Ausgeglichenheit sorgte. Zuvor hatte der durchbrechende Joelinton nach nur drei Minuten das 1:0 am Fuß gehabt, er scheiterte aber an Trenčín-Torhüter Igor Šemrinec. Unzählige Male waren die Grün-Weißen gefährlich in den Strafraum vorgestoßen, doch Schüsse der durch die slowakische Abwehr dribbelnden Traustason (8.) und Schaub (16.) wurden wie ein Joelinton-Flugkopfball (8.) gerade noch geblockt.

Ausschluss nahm Trenčín den Schwung

Rapids Offensivabteilung brachte danach nichts mehr zustande und Jakub Paur köpfelte zum 2:0-Halbzeitstand ein (35.). Nach dem Seitenwechsel stoppte Denis Jančo eine mögliche sensationelle Aufholjagd seiner Mannschaft frühzeitig: Der Mittelfeldspieler sah Sekunden nach Wiederbeginn Gelb. Sieben Minuten später rasierte er Rapids Srđan Grahovac mit den Stollen das Kinn und flog mit Gelb-Rot vom Platz (53.).

Die unkluge Aktion und der wohl neuerliche Appell des Trainers brachte Rapid die verlorene Ruhe und Ernsthaftigkeit ins Spiel zurück. Der eingewechselte Schwab (59.) sowie eine Dreifachchance durch Joelinton, Dibon und Auer (60.) nützte Österreichs Vizemeister aber nicht. Traustason setzte eine Schaub-Hereingabe vorbei (72.), und auch bei Schaub, dem Dreifachtorschützen aus der Vorwoche, passte das Finish nicht (88.). Rapid blieb zum ersten Mal im neuen Stadion selbst ohne Tor. Am ungefährdeten Einzug in die EL-Gruppenphase änderte das freilich nichts.

(APA, Red.)

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