Rapid feiert Kantersieg in Mattersburg

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Die Rapidler jubeln über den Sieg in Mattersburg.
Die Rapidler jubeln über den Sieg in Mattersburg. - © APA/Hans Punz
Der SK Rapid kommt furios aus der Länderspielpause und fegt den SV Mattersburg im Pappelstadion mit 6:1 vom Rasen.

Rapid hat sich am Samstag eindrucksvoll für die 1:2-Niederlage in Grödig rehabilitiert. Die Hütteldorfer feierten in Mattersburg einen 6:1-(5:0)-Kantersieg und zogen in der Tabelle nach Punkten mit dem zweitplatzierten Titelverteidiger Red Bull Salzburg gleich, der erst am Sonntag (16:30 Uhr, live auf ORF eins und Sky) gegen Sturm Graz im Einsatz ist. Der Abstand auf Lokalrivale und Leader Austria konnte auf vier Zähler verringert werden.

Die Wiener wirkten nach der Länderspielpause deutlich frischer und diktierten das Geschehen vor 8.200 Zuschauern im Pappelstadion nach Belieben. Der nach seinem ÖFB-Teamdebüt besonders motivierte Florian Kainz (5., 39.), Stefan Stangl (21.) und Philipp Prosenik (29., 35.) schossen die Burgenländer schon vor der Pause k.o.. Matej Jelić (83.) sorgte nach dem zwischenzeitlichen 1:5 durch Patrick Bürger (52.) für den Schlusspunkt. Es war ein kräftiges Lebenszeichen der Truppe von Zoran Barišić, die zuvor vier der jüngsten fünf Spiele verloren hatte. Damit gelang auch die Revanche für die 2:4-Niederlage in Wien im ersten direkten Saisonduell.

Kainz sorgt für Rapid-Blitzstart

Durch den Austria-Punkteverlust gegen die Admira (1:1) konnten die Rapidler im Titelkampf Boden gutmachen. Dementsprechend motiviert und fokussiert gingen sie von Beginn an zu Werke und wurden auch mit einem Traumstart belohnt. Ein Kainz-Weitschuss aus rund 30 Metern wurde für Mattersburg-Tormann Markus Kuster unhaltbar abgefälscht (5.). Der U21-Teamgoalie konnte in der Folge bei einem Stafan-Stangl-Schuss (18.) das 0:2 gerade noch mit einer Parade verhindern. Danach ging es aber Schlag auf Schlag, auch da die Burgenländer einen rabenschwarzen Tag erwischten.

Nach einer Steffen-Hofmann-Freistoßflanke stieg Stangl am höchsten und köpfelte ins Eck ein (21.). Vier Minuten später verfehlte ein Philipp-Schobesberger-Lupfer nur knapp das SVM-Tor. Die Rapid-Fans durften gleich darauf aber wieder jubeln. Nach Stangl-Zuspiel verstolperte der alleine vor dem Tor stehende Prosenik beinahe, drückte den Ball aber im zweiten Anlauf doch über die Linie (29.). Einen weiteren Treffer von Kapitän Hofmann verhinderte ein Lattenpendler (32.).

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Posted by SK Rapid Wien on Freitag, 20. November 2015

Die Burgenländer kamen nur einmal gefährlich vor das Rapid-Tor, Ján Novota machte einen Abschluss von Thorsten Röcher mit einer Fußabwehr zunichte (35.). Und der Slowake leitete damit auch einen mustergültigen Konter ein, der über Schobesberger und Kainz zu Prosenik führte, der keine Mühe hatte seinen Doppelpack zum 4:0 (35.) zu fixieren. Auch das 5:0 (39.) war ein Augenschmaus. Einen Schobesberger-Pass leitete Hofmann mit der Ferse zu Kainz, der aus bester Position eiskalt einschoss.

Rapid mit Selbstvertrauen nach Spanien

Mattersburgs Coach Ivica Vastić wollte seiner bis dahin desaströsen Truppe zur Pause mit einem Doppelwechsel frischen Schwung geben. Das ging zumindest teilweise auf. Joker Bürger stach schon nach sieben Minuten, war nach einem Röcher-Freistoß per Kopf erfolgreich (52.). Mit der Aufholjagd war es damit aber auch schon wieder vorbei, die Rapidler kontrollierten das Geschehen und sparten zugleich Kräfte für die schwierige Auswärtspartie bei Villarreal (Donnerstag, 21:05, live auf Puls 4 und Sky) in der Europa League am Donnerstagabend. VIENNA.at wird vor Ort für Sie berichten.

Ein weiterer Torerfolg gelang trotzdem noch. Auch der eingewechselte Jelić durfte nach Kainz-Vorarbeit jubeln (83.). Es war der erst zweite Treffer für den als Robert-Berič-Ersatz verpflichteten Kroaten. Nach dem ersten Sieg gegen Mattersburg seit dem 17. November 2012 (3:0 im Pappelstadion) sollte das Selbstvertrauen für die Spanien-Reise stimmen.

Mit dem 6:1-Sieg sorgten die Spieler auf dem Rasen dafür, dass das Rapid-Lager neuerlich jubeln durfte. Erst am Donnerstag vergangener Woche hatte es ja wegen der Gleichenfeier für das neue Allianz-Stadion sowie der bekannt gewordenen Vertragsverlängerungen von Barišić und Sportdirektor Andreas Müller aus anderen Gründen Grund zum Feiern gegeben. Für die sechstplatzierten Mattersburger war es die dritte Niederlage in Folge.

(APA, Red.)

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