FPÖ-Demo gegen Flüchtlingsquartier in Wien-Liesing: Alles zum Gegenprotest

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Außenansicht des Flüchtlingsquartiers Ziedlergasse in Wien-Liesing
Außenansicht des Flüchtlingsquartiers Ziedlergasse in Wien-Liesing - © APA
Am Montag wird die Wiener FPÖ eine Kundgebung gegen das neue Flüchtlingsquartier in Liesing abhalten – nicht zuletzt mit Blick auf die Bundespräsidentenwahl. Nicht nur die gesamte politische Konkurrenz und die Pfarren wollen dagegen halten, auch eine Reihe von Initiativen ruft zur Gegendemo.

Das Bündnis erhofft sich 2.000 Teilnehmer, wie es am Donnerstag in einer Pressekonferenz hieß. Veranstaltet wird die “Kundgebung gegen den rassistischen FPÖ-Aufmarsch”, die unter dem Motto “Flüchtlinge willkommen!” steht, von der “Offensive gegen Rechts”, die auch bei den alljährlichen Protesten gegen den Akademikerball an vorderster Front steht, sowie der “Plattform für eine menschliche Asylpolitik”. Diese hatte am 3. Oktober 2015 die Flüchtlings-Solidaritätsdemo mit mehr als 100.000 Menschen am Heldenplatz organisiert.

Anti-FPÖ-Demo ab 17:00 am Liesinger Platz

Die Anti-FPÖ-Veranstaltung, die von der Polizei bereits genehmigt sei, startet um 17.00 Uhr am Liesinger Platz – und damit in unmittelbarer Nähe zur blauen Kundgebung, bei der auch Parteichef Heinz-Christian Strache und Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer dabei sein werden. “Wir werden der FPÖ auf der Straße keinen Millimeter lassen”, zeigte sich Plattform-Sprecherin Karin Wilfingseder kämpferisch.

“Offensive gegen Rechts” will Angriffe auf Flüchtlingsheime verhindern

Magdalena Augustin von der “Offensive gegen Rechts” betonte, dass man “rechte Parolen” vor bzw. tätliche Angriffe auf Flüchtlingsheime, wie sie in Deutschland passieren, verhindern wolle. Kritik übte sie auch an der Flüchtlingspolitik des Bundes: “Es ist erschreckend, dass die Regierung in die Stimmungsmache der FPÖ miteingestimmt hat.” Michael Genner von “Asyl in Not” und Teil der Plattform für eine menschliche Asylpolitik sprach gar von einer “perversen Arbeitsteilung zwischen Regierung und FPÖ”.

Das Bündnis forderte heute ein Umdenken. “Wir verlangen offene Grenzen”, es gebe genug Geld und Ressourcen in Europa, um weit mehr Schutzsuchende aufzunehmen.

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(apa/red)

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