Austria Wien: Mit Jubilar De Paula zur Europacup-Vorentscheidung?

Von David Mayr
David de Paula könnte in Graz zu seinem 50. Ligaspiel für die Austria kommen.
David de Paula könnte in Graz zu seinem 50. Ligaspiel für die Austria kommen. - © APA/EXPA/Sebastian Pucher
Austria Wien könnte sich im Rennen um den dritten Europacupplatz von Sturm Graz absetzen. David de Paula tritt von der Versenkung wieder ins Rampenlicht.

Die 26. Bundesligarunde vergangenes Wochenende lief für die Wiener Austria im Kampf um den angepeilten Europacupplatz so richtig nach Wunsch. Während die in der Tabelle drittplatzierten “Veilchen” einen 3:1-Heimsieg über die SV Ried feierten, ließen die Verfolger Federn: Sturm Graz verlor mit 0:1 in Mattersburg, die Admira musste sich zu Hause dem nun bereits seit fünf Ligaspielen unbesiegten WAC geschlagen geben. Zum Drüberstreuen kam Erzrivale Rapid in Altach nur zu einem Remis.

Die Austria hat ihren Vorsprung auf Sturm und die Admira damit auf zehn beziehungsweise elf Punkte ausgebaut sowie den Rückstand auf das Spitzenduo Red Bull Salzburg und Rapid auf fünf Zähler reduziert. Kommenden Sonntag (16:30 Uhr, live auf ORF eins, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) bietet sich den Violetten im Spitzenspiel der 27. Runde die Chance auf eine Vorentscheidung im Kampf und die angepeilte Absicherung von Tabellenplatz drei.

Mit einem Sieg bei Sturm könnten die Wiener die Grazer auf 13 Punkte distanzieren. “Wenn uns ein Sieg gelingen würde, wäre das ein großer Schritt im Kampf um den dritten Platz”, weiß angesichts der Arithmetik auch Mittelfeldspieler Alexander Grünwald. Trainer Thorsten Fink sagt: “Wir haben die Chance, weiter vorzulegen, können nach den letzten beiden Siegen befreit aufspielen.”

De Paula: 50. Bundesligaspiel für die Austria?

Ein anderer Austrianer könnte nach seinem 100. Bundesligaspiel vom letzten Samstag in der UPC-Arena gleich das nächste Debüt feiern: Kommt David de Paula am Sonntag zum Einsatz wäre, es sein 50. Auftritt im violetten Dress der Austria. Doch um sich mit solcherlei Zahlenspielen zu beschäftigen, ist der Baske zu sehr Teamplayer. “Meine Statistik, von der ich nichts gewusst habe, ist nicht so wichtig”, wird er ganz bescheiden auf der Klubwebiste zitiert. Vielmehr sei er “wieder voll und ganz auf das Spiel gegen Sturm fokussiert”.

Im Stillen für den Erfolg arbeiten.

Posted by FK Austria Wien on Mittwoch, 9. März 2016

Für De Paula waren seine bisherigen zwei Jahre in Violett eine Berg- und Talfahrt. Im Jänner 2014 vom WAC gekommen, war er für Interimstrainer Herbert Gager zunächst Fixstarter, verlor seinen Stammplatz allerdings im Herbst darauf unter Gerald Baumgartner. Nach dessen Ablöse setzte der nächste Interimscoach, Andreas Ogris, wieder auf den Basken, bei Fink hatte er in der aktuellen Saison jedoch wieder einen schweren Stand.

“Umso wichtiger sind solche Erfolgserlebnisse”

In den ersten vier Runden des Jahres 2016 stand für De Paula keine einzige Einsatzminute zu Buche, bis er vor eineinhalb Wochen gegen die Admira zur Pause eingewechselt wurde. Mit einem Assist und einer guten Leistung hatte er Anteil am klaren 3:0-Auswärtssieg und sicherte sich einen Platz in der Startelf gegen Ried. “Ich hatte längere Zeit nicht gespielt, umso wichtiger sind solche Erfolgserlebnisse für mich. Wenn du im Training alles gibst, es jedoch im Spiel nicht zeigen kannst, ist das bitter”, gesteht der Spanier.

Trainer Fink weiß, was er am 31-jährigen Mittelfeldakteur hat: Nämlich nicht nur einen verlässlichen Spieler auf sportlicher Ebene, sondern auch einen Mann mit Charakter. Auch während der Zeit, in der er zwischen Ersatzbank und Tribüne pendelte, trug De Paula seinen Unmut nie in die Öffentlichkeit. “Es ist meine Art, meinen Charakter auf dem Rasen – im Spiel – sprechen zu lassen”,erklärt der Mann, der Mitte der 2000er-Jahre 71 Spiele in der Segunda División für die zweite Mannschaft von Athletic Bilbao bestritt. “Manchmal habe ich auch nicht gute Momente, doch ich versuche stets, jeden Tag im Training alles zu geben, um für einen Einsatz bereit zu sein.”

Auf diesen hofft De Paula auch am Sonntag in Graz. Auch wenn die Austria angesichts der Tabellensituation mit einem Unentschieden gegen Sturm gut leben könnte, will der Rechtsfuß nichts davon wissen, sich mit einer Punkteteilung zu begnügen. “Wenn man auf einen Punkt spielt, ist das sehr gefährlich, da im Fußball alles passieren kann. Wir müssen wie immer konzentriert spielen, kämpfen und unsere Chancen nützen.”

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