Zweitstich erhöht Schutzwirkung von Johnson & Johnson

Der Impfschutz von Johnson & Johnson erhöht sich durch eine zweite Dosis auf 75 Prozent.
Der Impfschutz von Johnson & Johnson erhöht sich durch eine zweite Dosis auf 75 Prozent. ©APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
Der Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson ist neuen Studien zufolge wirksamer gegen eine Corona-Infektion, wenn er ein zweites Mal verabreicht wird.
Vermehrt Impfdurchbrüche bei J&J
Delta-Variante mindert Schutz

Eine zweite Impfung, die rund zwei Monate nach der ersten verabreicht wurde, bot in einer weltweiten klinischen Studie einen 75-prozentigen Schutz, wie das Unternehmen am Dienstag erklärte. Der Antikörperwert stieg demnach auf das Vier- bis Sechsfache der nach der Einzeldosis beobachteten Werte.

In den USA habe die Schutzwirkung nach der zweiten Dosis sogar bei 94 Prozent gelegen. Der Grund ging aus der Pressemitteilung des Unternehmens allerdings nicht hervor. Er könnte aber mit einer geringeren Anzahl von Varianten zum Zeitpunkt der Datenerhebung in den USA zusammenhängen.

Zuletzt vermehrt Impfdurchbrüche bei J&J-Vakzin gemeldet

Zuletzt war die Schutzwirkung des Einmal-Impfstoffs von Johnson & Johnson infrage gestellt worden, nachdem vermehrt Impfdurchbrüche gemeldet worden waren. Allein in den USA sind fast 15 Millionen Menschen mit dem Vakzin geimpft worden. Für eine Entscheidung über eine mögliche Auffrischungsimpfung stellte das Unternehmen die Studiendaten nun der US-Arzneimittelbehörde FDA zur Verfügung.

Eine weltweite Studie mit dem Johnson & Johnson-Vakzin auf Grundlage einer Einmal-Impfung hatte Anfang des Jahres eine Wirksamkeit von 85,4 Prozent gegen schwere Verläufe von Covid-19 gezeigt. Die Wirksamkeit bei moderaten Verläufen lag bei gut 66 Prozent. Der Impfstoff muss im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten nicht so stark gekühlt werden, was Transport und Verteilung erleichtert.

(APA/Red)

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