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Zweiter Lockdown: Ärzte sind erleichtert

Ärztekammer und Intensivmediziner begrüßen den zweiten Lockdown.
Ärztekammer und Intensivmediziner begrüßen den zweiten Lockdown. ©APA/dpa/Frank Rumpenhorst
Intensivmediziner und Ärztekammer sind nach der Ankündigung des zweiten Lockdowns erfreut. Die Mediziner begrüßen diesen Schritt, um das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen.

Intensivmediziner haben am Samstag zustimmend auf die massiven Maßnahmenverschärfungen zur Bekämpfung des Coronavirus reagiert. "Wir begrüßen diese aktuellen Schritte im Pandemie-Management, die aus Sicht unseres Fachgebietes dringend erforderlich waren", betonte Klaus Markstaller, Präsident der Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI). Eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus drohe rasch zu einer Überlastung des Gesundheitssystems zu führen.

1.867 Personen in stationärer Behandlung

Am Samstag lag die Zahl der stationären Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung bei 1.867, das ist nahezu das Doppelte des Höchststandes von Anfang April, berichtete die ÖGARI am Samstagabend in einer Aussendung. "Mit 265 intensivpflichtigen Covid-19-Patientinnen und -Patienten war gestern das Spitzenniveau vom April wieder erreicht, allerdings ist im Gegensatz zu damals noch nicht der Zenit erreicht, weil sich die aktuellen Maßnahmen erst zu einem späteren Zeitpunkt niederschlagen werden", erläuterte Markstaller.

"Wir brauchen jetzt die Trendwende, um einer Überforderung der Spitals- und insbesondere der Intensivkapazitäten Einhalt zu gebieten", so der ÖGARI-Präsident. "Bei Überlastung des Systems ist die individuell optimale Betreuung für jede und jeden kritisch Kranken - ob mit oder ohne Covid-19 - nicht mehr möglich und weicht einer 'Triagemedizin' - es sind also Priorisierungen nötig und nicht alle kommen in den Genuss einer optimalen Versorgung." Dann steige auch ganz klar die Sterblichkeit, das zeigen die Erfahrungen aus anderen Ländern, wo diese Überlastung eingetreten ist. "Im Klartext: Es sterben Menschen, die nicht sterben müssten", warnte Markstaller.

Ärztekammer befürwortet Maßnahmen

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) befürwortet die für den zweiten Lockdown angekündigten Regelungen. "Die heute von der Regierung vorgeschlagene Palette an Maßnahmen ist leider notwendig geworden", betonte ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres am Samstag in einer Aussendung.

"Die Warnungen vor allem der Intensivmediziner sind absolut ernst zu nehmen - es droht uns aufgrund der Zahl der Infizierten, die in den vergangenen Tagen exponentiell gestiegen ist, in den nächsten 14 Tagen ein deutlicher Anstieg bei schwer erkrankten und intensivpflichtigen Patienten." Die Infektionskette müsse also dringend unterbrochen werden, erläuterte Szekeres.

"Wir müssen alle gemeinsam verhindern, dass schwer Erkrankte ohne entsprechende Behandlung bleiben müssen. Alle Appelle an die Bevölkerung sind leider ohne Erfolg geblieben, daher bedarf es nun der heute präsentierten Maßnahmen." Es sei klar, dass diese Maßnahmen für niemanden angenehm seien, so Szekeres: "Aber wir müssen nun alle gemeinsam die Zeit bis zur Zulassung von wirksamen Therapien oder sicheren Schutzimpfungen überbrücken."

Apotheker unterstützen Maßnahmen

Die Apothekerkammer unterstützt den neuen Lockdown. "Um die Infektionsketten nachhaltig zu unterbrechen sind die von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen absolut notwendig", betonte Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, am Montag.

Man garantiere die Aufrechterhaltung der Arzneimittelversorgung und Gesundheitsberatung. Wer Hilfe braucht, der bekomme sie in der Apotheke. "Wir haben in der ersten Phase viel gelernt. Das können wir jetzt in unsere Arbeit einfließen lassen", so die Kammerfunktionärin.

(APA/red)

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