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Zweifel an Suizidversuch in Wiener Haftanstalt: Wollten Männer nur ein Zeichen setzen?

Die Zelle im Wiener Polizeianhaltezentrum wurde komplett verraucht.
Die Zelle im Wiener Polizeianhaltezentrum wurde komplett verraucht. ©APA/LPD WIEN/LPD WIEN
Nach dem Brand im Polizeianhaltezentrum am Hernalser Gürtel geht die Polizei Wien doch nicht von einem Selbstmordversuch aus. Die Insassen hätten sich nämlich vor dem Rauch schützen wollen.
Sechs Schwerverletzte bei Brand
Feuer als letzte Ausweg
Brand in Wiener Polizeianhaltezentrum

Nach dem Brand in einer Zelle im Wiener Polizeianhaltezentrum (PAZ) am Hernalser Gürtel hat die Polizei nach weiteren Ermittlungen zum Hergang der Brandstiftung Zweifel an der Version eines gemeinschaftlichen Suizidversuchs. Wie Polizeisprecher Harald Sörös am Samstag der APA sagte, dürften die sechs Schubhäftlinge das Feuer in der Zelle gelegt und dann in den Waschraum gegangen sein.

Männer sind in den Waschraum geflüchtet

Bei diesem handelt es sich um einen an die Zelle angeschlossenen Extraraum mit eigener Tür. Sörös zufolge ergaben die Ermittlungen, dass die fünf Afghanen und der Iraner in der Nacht auf Samstag in der Zelle im ersten Stock des PAZ zunächst Matratzen und Bettwäsche angezündet hatten. Dann gingen sie in den Waschraum und legten einen Fetzen vor die Tür. Damit wollten sie anscheinend verhindern, dass Rauchgase in den Nassraum eindrangen. Schließlich schlossen sie die Tür.

Weil der Stoff die Nasszelle nicht wirklich abdichtete, lief einer der Schubhäftlinge zur Tür, um Hilfe zu holen. Das dürfte jener Insasse gewesen sein, den die Polizisten hinter der Zellentür liegend gefunden und geborgen hatten.

Abschiedsbrief nur als Zeichen?

Vor der Tat hatten die sechs Männer einen gemeinschaftlichen Abschiedsbrief verfasst, in dem sie bekräftigt hatten, dass ihre Geduld zu Ende ist und sie keine Perspektive mehr hätten. Die Ermittler halten es nun für wahrscheinlich, dass die Schubhäftlinge ein Zeichen setzen wollten, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Männer außer Lebensgefahr

Unterdessen gab es aus den drei Wiener Krankenhäusern, in die die Schwerverletzten gebracht worden waren, eine leise Entwarnung. Laut Sörös befanden sich alle sechs am Samstagvormittag nicht mehr in Lebensgefahr.

Feuer machen ist nicht schwer

Die Möglichkeit, Feuer zu machen, stellt im Polizeianhaltezentrum grundsätzlich kein großes Problem dar. “Es gibt grundsätzlich zwischen 8.00 und 17.00 Uhr einen offenen Vollzug”, erläuterte Sörös. Die Häftlinge könnten sich in diesem Zeitraum in dem jeweiligen Block frei bewegen. “Es ist ja kein Strafvollzug, sondern die Schubhaft dient ausschließlich der Verfahrenssicherung”, sagte der Polizeisprecher. Es gibt außerdem Raucher- und Nichtraucherzellen, in die jeder zu den angebenen Zeiten hineingehen kann. Daher fällt auch der Zugang zu Feuerzeugen oder Zündhölzern nicht schwer.

(APA/red)

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