Wiens Handelsobfrau will Öffnung am vierten Adventsonntag

Wiens Handelsobfrau möchte eine Öffnung am letzten Adventsonntag.
Wiens Handelsobfrau möchte eine Öffnung am letzten Adventsonntag. ©APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Margarete Gumprecht, Handelsobfrau in der Wirtschaftskammer Wien, hat sich dafür ausgesprochen, dass es Geschäften am vierten Adventsonntag (19. Dezember) erlaubt ist, aufzusperren.
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Denn der neuerliche Corona-Lockdown, so beklagte sie, falle in die umsatzstärkste Zeit des Handels.

"Jetzt im Weihnachtsgeschäft hätten die Händler eine gute Chance gehabt, zumindest einen Teil der bisherigen Umsatzeinbußen wettzumachen", zeigte sich Gumprecht überzeugt. Mit geschlossenen Geschäften würden hingegen vor allem internationale Online-Konzerne profitieren. Die Unternehmen hätten die vergangenen 20 Monate sehr viel Ausdauer, Flexibilität und harte Einschränkungen ausgehalten: "Aber auch die Leidensfähigkeit der Unternehmer ist begrenzt."

Geschenkausgaben der Wiener

Im Schnitt hatten die Wienerinnen und Wiener vor, 320 Euro für Geschenke auszugeben, wie eine Umfrage der KMU Forschung im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien ergab. "Jeder Euro, der im Wiener Handel ausgegeben wird, kommt den Menschen hier zugute", betonte Gumprecht: "Gerade jetzt ist es wichtig, gemeinsam die Umsätze hier zu halten." Eine Öffnung am 19. Dezember wäre die Möglichkeit, einen kleinen Teil der entgangenen Umsätze im Weihnachtsgeschäft nachzuholen, versicherte sie.

Hilfe für Wiener Handel

Die Handelsobfrau warb auch für die Nutzung von Angeboten wie "Click&Collect", Paketboxen oder regionalen Onlineportalen. "Wer regional bestellt, regional liefern lässt und lokal abholt, unterstützt so den Wiener Handel nachhaltig", hob Gumprecht hervor.

NEOS-Wirtschaftssprecher Gerald Loacker unterstützt die Forderung, wie er am Mittwoch gegenüber der APA betonte: "Gerade im Weihnachtsgeschäft verlieren viele ihre Kundinnen und Kunden an Online-Riesen - einige werden auch nicht mehr zurückkommen." Der wirtschaftliche Schaden sei enorm, darum müsse man alles dafür tun, um dem heimischen Handel nach wieder auf die Beine zu helfen. Loacker forderte ein entsprechendes "Signal der Zuverlässigkeit" der Bundesregierung.

(APA/Red)

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