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Wiener Symphoniker wünschen Konzerthaus als Heimstatt

Die Wiener Symphoniker wollen eine Diskussion darüber anregen, ob sie im Wiener Konzerthaus eine Heimstatt finden sollen. Man wolle ein "echtes Zuhause", das sowohl den Symphonikern als auch dem Konzerthaus nützt, sagte der künstlerische Leiter Fabio Luisi.

Mit dem Konzerthaus haben die Orchestervertreter noch nicht geredet, bevor man mit der Diskussion um die künftige Herberge im Konzerthaus heute an die Presse ging. Dessen Leiter Bernhard Kerres sagte auf Anfrage der APA: “Die Diskussion über eine engere Verbindung der Wiener Symphoniker mit dem Wiener Konzerthaus ist für uns neu.” Man sei “selbstverständlich für alle Gespräche offen, wenn es neue Ideen zur weiteren Entwicklung der Musikstadt Wien gibt”.

Die Anregung zur Diskussion stamme aus einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem Status der Symphoniker im Jahr 2015 auseinandersetzt, und müsse sich nicht unbedingt auf das Konzerthaus ausrichten, so Luisi. Durch ein organisatorisches Zusammengehen würde es “Impulse für die Stadt” geben, sagte Geschäftsführer Peter-Sylvester Lehner, ein Zusammengehen hätte “nur Vorteile”, so auch Luisi. Denn so würde sowohl der Name des Konzerthauses durch die Tourneen der Symphoniker “in die Welt getragen” als auch die “Identität des Hauses verstärkt”, indem es ein “echtes Zuhause” für die Symphoniker würde. Bei “Gesprächen ohne Profilneurosen” sei eine derartige Lösung “durchaus zu realisieren”.

Auch die Rolle des Orchesters im Theater an der Wien werde ständig neu diskutiert, sagte Lehner. “Wir sind anstrengende Partner”, so der Geschäftsführer, der auch Selbstbewusstsein verströmte: “Manchmal vergisst man, wie toll dieses Orchester ist. Wir wollen uns nicht auf unserer 108-jährigen Tradition ausruhen.”

Die Saison 2008/09 bietet ein volles Programm “ohne budgetäre Fragezeichen”, sagte Sprecher Christoph Kufner. 160 Auftritte, drei Produktionen im Theater an der Wien, 20 Tourneekonzerte und 60 Workshops mit Kindern werden mit einem Gesamtbudget von 16,43 Mio. Euro finanziert. Durch die Erhöhung der Wiener Subvention (12,668 Mio. Euro für heuer und 13,068 Mio. für 2009) und dem formellen Einstehen der Stadt Wien bei den Pensionsrücklagen, die die Symphoniker zuletzt vor finanzielle Fragezeichen gestellt hatten, muss Lehner “nicht mehr ‘nur’ der Sparefroh sein”. Mit dieser “wiedergewonnenen Freiheit” könne man sich wieder Gedanken über die “Sonderrolle” der Symphoniker in der Stadt Wien machen. International müsse man Geld dafür investieren, wieder in jenen Städten etwa in den USA und China präsent zu sein, wo sich die Symphoniker mit internationalen Orchestern messen können – auch wenn solche Auftritte keinen Gewinn liefern.

Das Programm 2008/09 bietet die gesamte Bandbreite zwischen Neuem und Altem von der Barockmusik bis zur Musik des 21. Jahrhunderts. Luisi wird 40 Abende dirigieren, u.a. auch bei Tourneen in Spanien und Österreich. Weiters gibt es “Rising Stars” unter den Dirigenten wie Yannick Nezet-Seguin und Alan Gilbert sowie “unsere alten Dirigentenfreunde” (Luisi). So machen die Symphoniker etwa mit Nikolaus Harnoncourt im Theater an der Wien “Rake’s Progress”.

Von der EURO 2008 erwartet man sich zuvor “ausschließlich positive Effekte”, so Kufner. Die Symphoniker sind mit drei Projekten dabei. Neben der Eröffnung der Fanzone am Rathausplatz (7.6.) und einem Auftritt im Burgtheater (das zur exklusiven Fanmeile für geladene Gäste wird) ist man besonders auf eines stolz: Am 10. Juni gibt es am Rathausplatz “Anpfiff! Ein Mannschaftsspiel”, eine “Doppelconference Musik und Fußball”. Das Projekt mit Schülern soll Parallelen zwischen Musik und Fußball aufzeigen, etwa Mannschaftsgeist, Zusammenspiel und Teamführung (Dirigent Johannes Wildner). Dazu gibt es berühmte Fußballszenen auf einer Leinwand. Dies sei “nicht ein einmaliges Event”, sondern Start einer Reihe der Symphoniker für Projekte mit 10-14-Jährigen.

Nicht still zusehen will man auch, wenn das Radiosymphonieorchester RSO sich wieder einer Diskussion über seine Zukunft ausgesetzt sieht: Dies sei “unerhört”, sagte Luisi, und für die österreichische Kulturlandschaft “nur negativ”. Fix ist, dass die Symphoniker bis 2013 bei den Bregenzer Festspielen dabei sein werden – wenn auch nicht bei den Dreharbeiten zum Bond-Film: “Das ist Playback”, sagte Festspielpräsident Günter Rhomberg nach der Pressekonferenz zur APA.

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