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Wiener Polizei entdeckt Waffenarsenal in Wohnung: Mann steht vor Gericht

Die Polizei entdeckt in der Wohnung ein Waffenarsenal.
Die Polizei entdeckt in der Wohnung ein Waffenarsenal. ©APA/Helmut Fohringer (Themenbild)
Im vergangenem Juni hat ein Streit zwischen zwei Verkehrsteilnehmern die Wiener Polizei zu einem Waffenarsenal geführt. Dort wurden 34 Langwaffen in einer Wohnung entdeckt. Der Mann kam vor Gericht mit einer Diversion davon.
Streit in Leopoldstadt eskalierte

Mit den Konsequenzen hat sich am Donnerstag ein Gericht auseinandersetzen müssen. Ein an dem Streit Beteiligter hat sich wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung sowie wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten müssen. Dem 37-jährigen Beschuldigten wurde eine diversionelle Erledigung angeboten. Diese nahm er unter Auflagen an.

Der gebürtige Niederösterreicher war am 25. Juni 2018 im Kreisverkehr am Praterstern auf dem Motorrad unterwegs, als er von einem Auto geschnitten wurde. Zwischen den beiden Verkehrsteilnehmer entbrannte zunächst ein verbaler Streit. Laut Aussage des Angeklagten habe der Pkw-Lenker dann begonnen, den Biker durch das offene Fahrerfenster zu bespucken. Der 37-Jährige stieg von seinem Motorrad ab, trat laut Anklage mit dem Fuß gegen das Auto und sprühte durch das Fenster mit einem Pfefferspray, den er stets bei sich führte, wie er Richterin Sonja Weis berichtete.

Polizei entdeckt Waffenarsenal in Wiener Wohnung

“Er hat mir Angst gemacht”, begründete der 37-Jährige sein Vorgehen. Der Autolenker sei ausgestiegen und bedrohlich auf ihn zugegangen. Dass er durch das Fenster Pfefferspray gesprüht hätte, sei nicht richtig. Der Vorfall sei auf der Straße passiert. Danach habe er sich wieder auf sein Motorrad gesetzt und sei weitergefahren. “Ich wollte nur meine Ruh’ und in die Arbeit.”

Als die Polizei bei dem Biker daheim auftauchte, um ihn zu befragen, stießen die Beamten auf ein regelrechtes Waffenarsenal. 34 Langwaffen, darunter eine verbotene Maschinenpistole, zwei Schlagringe und zwei Wurfsterne wurden bei ihm entdeckt. Hinter der Tür stand ein Baseballschläger, auf dem Tisch neben dem PC steckte ein Messer in einem Schaft. “Das war zum Essen, das ist mein Jausenmesser”, sagte der 37-Jährige. Im Kasten wurden zudem mehrere Hakenkreuzfahnen entdeckt.

Mann mit “dummer Sammlerleidenschaft” kam mit Diversion davon

Dass er die Waffen illegal besessen habe, sei ihm bewusst gewesen. Er habe eine “dumme Sammlerleidenschaft”, sagte sein Anwalt. Die Maschinenpistole habe er etwa “von einem Herren am Flohmarkt” gekauft.

Unter der Auflage, eine Psychotherapie zu absolvieren und Bewährungshilfe in Anspruch zu nehmen, kam der Beschuldigte mit einer Diversion davon. Er musste zudem Pauschalkosten für das Strafverfahren in der Höhe von 200 Euro zahlen.

(APA/Red)

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