Wiener ÖVP kritisiert Verlängerung der Linie U2: "Teuerste Fehlplanung"

Für die Linie 26A habe die U2-Verlängerung nicht die gewünschte Entlastung gebracht, so die ÖVP.
Für die Linie 26A habe die U2-Verlängerung nicht die gewünschte Entlastung gebracht, so die ÖVP. ©Wiener Linien/ Thomas Jantzen
Stationen ohne Parkplätze, "absurde" Busintervalle und Stationen im "Niemandsland": Aus Sicht der Wiener ÖVP sind die Bewohner des 22. Bezirks Versuchskaninchen in Sachen U2-Verlängerung. Es handle sich um "eine der teuersten Fehlplanungen der Wiener Linien", die nun "mühsam Stück für Stück korrigiert werden muss", so die Partei.
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U2 fährt bis zur Seestadt

“Die Wiener Linien fahren über die Köpfe der Leute einfach drüber”, ärgerte sich ÖVP-Bezirksparteiobmann Wolfgang Vosko in einer Aussendung in der Vorwoche. Von 89 Anträgen und Resolutionen der letzten Sitzung der Bezirksvertretung in Wien-Donaustadt bezogen sich 32 “auf das neue Öffi-Netz rund um die U2-Verlängerung”. Aus Sicht der ÖVP habe man Seitens der Wiener Linien bei der Planung die Bedenken und Erfahrungen der Bezirksbewohner nicht einfließen lassen. Es gebe “es eine beträchtliche Flut an Beschwerden gibt, die wahrlich einmalig ist”, betonen die Bezirkspolitiker.

Kritik an der U2-Verlängerung im 22. Bezirk

Es handle sich um “eine der teuersten Fehlplanungen der Wiener Linien im 22. Bezirk fabriziert wurde”, wird kritisiert. Insbesondere bei den folgenden Punkten erwartet man sich im Bezirk anscheinend Verbesserungen: Bei den Stationen gibt es derzeit zum Teil weder Parkplätze, noch Zonen, an denen man mit dem Auto kurz halten kann, um jemanden aussteigen zu lassen.

Die Busintervalle seien, so die ÖVP, “völlig dumm und absurd” und entsprechend müsse eine Fahrplanänderung erfolgen, um zu gewährleisten, dass Anschlussverbindungen auch erreicht werden können. Insbesondere die Linie 26A stelle noch immer ein Problem dar, sie wurde durch die U2-Verlängerung nur wenig entlastet.

Stationen “im Niemandsland”

Einige der neuen Stationen befinden sich “im Niemandsland” – es gibt zum Teil weder Beleuchtung noch Wartehäuschen. Auch im Sinne der Sicherheit sei dies bedenklich, warnt die ÖVP.

“Die Liste ließe sich noch deutlich erweitern. Wir hoffen, die Wiener Linien und auch die SPÖ haben den Wink mit dem Zaunpfahl jetzt verstanden und klemmen sich endlich dahinter, damit die dringend notwendigen Korrekturen so rasch als möglich umgesetzt werden, weil was wir derzeit haben, ist ein Fleckerlteppich mit viel zu vielen Löchern”, heißt es abschließend in der Aussendung der Partei.

Mehr Infos zur U2-Verlängerung finden Sie hier.

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