Wiener Neustadts Bürgermeister wiederholt Forderung nach Coronavirus-Impfaktion

Der Wiener Neustädter Bürgermeister Schneeberger (ÖVP) fordert erneut eine Coronavirus-Impfaktion im Hochinzidenzgebiet.
Der Wiener Neustädter Bürgermeister Schneeberger (ÖVP) fordert erneut eine Coronavirus-Impfaktion im Hochinzidenzgebiet. ©APA (Sujet)
Am Montag hat Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) seine Forderung nach einer Impfaktion im derzeitigen Coronavirus-Hochinzidenzgebiet erneuert. Diesbezüglich hat er Schreiben an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gerichtet.
Inzidenz rund um Wiener Neustadt

Bezug nehmend auf die aktuelle Diskussion über regionale bzw. lokale Lockerungen dürfe er "nochmals auf die Notwendigkeit regionaler bzw. lokaler Impfaktionen hinweisen", hielt Schneeberger fest. Er habe Verständnis dafür, dass es in Regionen zu Lockerungen komme, in denen die Fallzahlen niedrig seien. "Gleichzeitig halte ich es für dringend notwendig, in jenen Regionen, in denen die Fallzahlen - trotz aller durchgeführter Maßnahmen - hoch sind, rasch Impfaktionen für die Bevölkerung auf freiwilliger Basis durchzuführen."

Britische Coronavirus-Mutation in Wiener Neustadt: "80% Konzentration im Abwasser"

Der Bürgermeister wies auch darauf hin, dass in Wiener Neustadt seit Ende Jänner mehr als 150.000 Covid-Tests durchgeführt worden seien. "Damit konnten wir 480 asymptomatisch Antigen-positive Personen herausfiltern." Die "Covid-Hausaufgaben" seien gemacht. Allerdings sei die Stadt "übermäßig mit der britischen Variante konfrontiert", erwähnte Schneeberger "80 Prozent Konzentration im Abwasser", weshalb sich auch - trotz aller getroffenen Maßnahmen - die Sieben-Tage-Inzidenz "weiterhin zwischen 400 und 500 bewegt, ohne dass eine signifikante Besserung in Sicht ist. So gesehen gibt es ein vergleichbares Phänomen wie im Bezirk Schwaz in Tirol. Dort war es die südafrikanische Mutation, bei uns ist es eben die britische Mutation". In dem Tiroler Bezirk ist eine Impfaktion durchgeführt worden.

Schneeberger erwähnte auch, dass seit vergangener Woche eine Impfstraße in Wiener Neustadt in Betrieb sei. Gebe es eine Impfaktion für die Bevölkerung, "können wir unverzüglich die Kapazitäten erhöhen". Zudem bot der Bürgermeister eine wissenschaftliche Begleitung mit der FH Wiener Neustadt an.

"Dramatische Situation für die Wirtschaft Wiener Neustadts"

Nicht zuletzt verwies Schneeberger auf die "dramatische Situation für die Wirtschaft Wiener Neustadts durch die verhängten Maßnahmen". Die Lage sei "ähnlich einem Lockdown", Kundinnen und Kunden blieben aus. "Lange ist diese Situation für die Betriebe nicht mehr auszuhalten."

Aus Wiener Neustadt komme ein "klares Ja zu regionalen bzw. lokalen Lockerungen, wenn gleichzeitig den Hochinzidenzgebieten mit regionalen bzw. lokalen Impfaktionen geholfen wird", so der Bürgermeister weiter. Eine diesbezügliche Resolution werde der Gemeinderat in seiner Sitzung am (heutigen) Montag verabschieden.

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(APA/Red.)

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