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Wien-Parteien verzichten auf große Wahlkampfzentralen

Die SPÖ bleibt in der Löwelstraße.
Die SPÖ bleibt in der Löwelstraße. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Die Parteien verzichten Corona-bedingt auf große Wahlkampfzentralen vor der Wien-Wahl. Gearbeitet wird meist in Parteibüros. Die NEOS bieten ihren Mitarbeitern sogar wöchentliche Coronatests an.

Bis zur Wien-Wahl sind es noch zwei Monate, nichtsdestotrotz laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wobei sich alle Parteien wegen der Corona-Pandemie in einer neuen, nie da gewesenen Wahlkampfsituation befinden. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Strategie des Stimmenwerbens, sondern auch auf die räumlichen Gegebenheiten, von wo aus dies geschieht.

Zusammengefasst kann man sagen: Heuer wird weitestgehend auf große Wahlkampfzentralen verzichtet, wie ein APA-Rundruf ergab. Außerdem legen die Parteien großen Wert auf die Corona-Sicherheitsbestimmungen. Die Maßnahmen von viel Platz für den nötigen Abstand oder regelmäßigem Desinfizieren von Händen und Geräten über eigens geschulte Corona-Beauftragte bis hin zu wöchentlichen Corona-Tests.

SPÖ bleibt in der Löwelstraße

Die Wiener SPÖ hat sich für die letzte Wien-Wahl im Jahr 2015 noch in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Bank-Austria-Filiale versammelt, um ihren Wahlkampf zu koordinieren. Heuer wird nirgends eingezogen. Die Arbeit wird vielmehr in den Büros in der Löwelstraße erledigt, wo die Wiener Sozialdemokraten ihren Sitz haben.

Dass es heuer keine eigene Wahlkampfzentrale gibt, ist ausschließlich Corona geschuldet, so ein SPÖ-Parteisprecher. "Wahlkampfzentrale bedeutet eng aneinander sitzen und das ist in Zeiten wie diesen kontraproduktiv." Ein Nachteil wird darin nicht gesehen: "Unser eingespieltes Team funktioniert auch ohne räumliche Nähe exzellent und wir sind im permanenten (elektronischen) Austausch."

Grüne im neuen Headquarter

Beim grünen Koalitionspartner gibt es auch keine spezielle Location, von wo aus das Werben um die Stimmen koordiniert wird. Vielmehr geschieht dies in den Räumen der Landesorganisation in einem modernen Bürohaus im Bezirk Landstraße. "Dort ist unsere Informationsschnittstelle und -drehscheibe", sagte ein Sprecher. Beim Umzug in das grüne Headquarter, der 2019 erfolgte, sei schon "in Richtung Wien-Wahl" gedacht worden: "Wir sind so aufgestellt, dass wir keine zusätzlichen Räumlichkeiten brauchen."

Die Wiener FPÖ dirigiert ihren Wahlkampf ebenfalls von ihren bestehenden Büros aus. Eine klassische Wahlkampfzentrale wird es nicht geben, sagte Landesparteisekretär Michael Stumpf. "Der Fokus liegt auf dem direkten Bürgerkontakt, eine Wahlkampfzentrale hat immer den Anschein eines Wahlkampfbunkers und das ist nicht unser Zugang zur Politik mit Bürgern." Der Wahlkampf solle weniger in einer Zentrale, sondern vielmehr auf der Straße mit den Bürgern geführt werden.

ÖVP in der Lichtenfelsgasse

Auch die ÖVP bleibt in heimischen Gefilden - nämlich in der Lichtenfelsgasse, wo die Türkisen ihre Büros haben. Dort befindet sich die Wahlkampfzentrale. Heuer will die ÖVP außerdem mit einer breiten Armada an Unterstützern auf Stimmenjagd gehen. Für das "Team Türkis", wie die Wahlkampfhelfer genannt werden, gibt es mehrere Treffpunkte. Die "Freiwilligenbüros" befindet sich in Penzing, in der Donaustadt und in Favoriten. Von dort aus kümmern sich die Unterstützer um die Mobilisierung im Internet und auf der Straße, um Mitglieder-Telefonaktionen und die Bewerbung der Briefwahl.

NEOS in der NEOSphäre

Ebenfalls auf spezielle Wahlkampf-Räumlichkeiten verzichten die NEOS. Die Hauptstadt-Pinken zieht es vielmehr in die "NEOSphäre" in der Neustiftgasse in Neubau, wo sich die Parteizentrale befindet. "Wir haben die 'Wahlzentrale' ab Anfang Juli in der NEOSphäre schrittweise aufgebaut", berichtete ein Parteisprecher. Die Räumlichkeiten seien umgebaut worden, um Arbeitsinseln mit genügend Abstand zu schaffen. Zudem gebe es auch eine Terrasse, wodurch im Freien Meetings abgehalten werden können. Demnächst werden außerdem für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wöchentlich Corona-Tests angeboten. Dabei handelt es sich um Gurgeltests, bei denen 24 Stunden später das Ergebnis vorliegt.

Das Team HC Strache wird seinen Wahlkampf von den Räumlichkeiten der Parteizentrale in der Dorotheergasse aus steuern. "Da werden wir die Wahlkampfkräfte bündeln", sagte Generalsekretär Christian Höbart.

(APA/Red)

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