Wien Energie: Isolation an Kraftwerksstandorten vorerst beendet

Vorerst zieht keine neue Mannschaft ein.
Vorerst zieht keine neue Mannschaft ein. ©APA/WIEN ENERGIE
Mit dem heutigen Donnerstag wird der Isolationsbetrieb in den Kraftwerken der Wien Energie beendet. Vorerst wird keine neue Mannschaft einziehen.
Personal zieht in Kraftwerk ein

Wien Energie beendet mit dem heutigen Donnerstag den Isolationsbetrieb an den Standorten Spittelau, Simmering, Flötzersteig und Simmeringer Haide. 53 Mitarbeiter waren für vier Wochen in die Erzeugungsanlagen gezogen, um die Energieversorgung der Stadt auch im Fall einer massiven Corona-Infizierungswelle zu sichern.

Vorerst wird keine neue Mannschaft in die Kraftwerke ziehen

"Es war goldrichtig, so früh zu starten. Wir hatten natürlich auch das Glück, über ein großartiges Team zu verfügen. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein großer Teil der Belegschaft freiwillig aufzeigt, um so einen verantwortungsvollen Job anzutreten", so Alexander Kirchner, Leiter des Betriebs bei Wien Energie.

Angesichts der aktuellen Entwicklung der Coronavirus-Zahlen und der neu erlassenen Maßnahmen seitens Bundesregierung und Stadt Wien hat der Krisenstab von Wien Energie nun die vorübergehende Quarantäneschicht aus den Isolationsstationen entlassen. Vorerst wird keine neue Mannschaft in die Kraftwerke einziehen.

Der Betrieb in der Wien Energie werde jedenfalls unter strengsten Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften, aber im normalen Schichtdienstmodell weitergeführt, war in der Aussendung zu lesen. Um die Ansteckungsgefahr auf einem Minimum zu halten und Kontakte zwischen Schlüsselpersonal zu reduzieren, hat das Energieunternehmen in den vergangenen Wochen zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen im Kraftwerksbereich ergriffen. Dazu zählen zum Beispiel die gezielte Desinfektion von Arbeitsmaterialien, Maskenpflicht, Abstandhalten oder die kontaktlose, elektronische Schichtübergabe.

Neue Isolationsmannschaft könnte innerhalb kürzester Zeit einziehen

Ab Freitag übernehmen die üblichen Schichtteams wieder die Anlagensteuerung. Bisher isolierte Kollegen werden schrittweise wieder in ihre ursprünglichen Teams eingegliedert. Zahlreiche neue Maßnahmen sollen die Ansteckungsgefahr weiterhin auf einem Minimum halten.

Die Infrastruktur für die Isolation bleibt an den Standorten weiterhin aufrecht. "Eine zweite, neue Isolationsmannschaft könnte innerhalb kürzester Zeit einrücken, sollte es die Infizierungslage erfordern," so Kirchner.

Ein Dankeschön für die 53 Mitarbeiter gab es heute auch von der zuständigen Umweltstadträtin Uli Sima (SPÖ), die in einer Aussendung deren "beispielhaftes Engagement" hervorhob. "Vier Wochen waren sie von ihren Familien abgeschnitten, um die Energieversorgung unserer Stadt zu sichern. Das verdient den allergrößten Respekt."

(Red)

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