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Wieden - Lea Halbwidl im Interview: "Auf dem Weg zum kinderfreundlichsten Bezirk"

Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl stand VIENNA.at Rede und Antwort vor der Wien-Wahl 2020.
Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl stand VIENNA.at Rede und Antwort vor der Wien-Wahl 2020. ©Bezirksvorstehung Wien Wieden
Im Zuge der Wien-Wahl 2020 bat VIENNA.at die Bezirksvorsteher zum Interview. Lea Halbwidl, Bezirkschefin von Wieden (SPÖ), sprach über ihre geplanten Projekte und die Besonderheiten während der Corona-Pandemie in ihrem Bezirk.

Mag. Lea Halbwidl ist seit 2018 Bezirksvorsteherin in Wien-Wieden. VIENNA.at bat die Bezirkschefin im Zuge der Wien-Wahl zum Gespräch und wollte genaueres über die vergangene Legislaturperiode, neue Projekte und die Schwerpunkte im Bezirk erfahren.

Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl (Wien-Wieden) im Interview

VIENNA.at: Sie sind seit 2018 in der Funktion als Bezirksvorsteherin tätig. Was waren die größten Herausforderungen nach der Übernahme der Bezirksvorstehung nach Leopold Plasch?

Mag. Lea Halbwidl: Einerseits die schreckliche Gasexplosion in der Pressgasse im Sommer 2019, mit zwei Toten und zahlreichen Verletzten. Andererseits die Corona-Krise in diesem Frühjahr. In beiden Fällen war ich sehr beeindruckt von der großen Beteiligung an unseren Solidaritäts-Aktionen. Unter dem Motto "Die Wieden hilft" konnten Spenden gesammelt und nachbarschaftliche Netzwerke organisiert werden, um jenen zu helfen, die Unterstützung brauchen: Ob mit Laptops für SchülerInnen oder mit Einkaufsdiensten für SeniorInnen.

Rückblick: Was wurde in der letzten Legislaturperiode in Ihrem Bezirk umgesetzt?· Was macht Ihren Bezirk aus?

Wir haben in dieser Wahlperiode weiter große Fortschritte auf dem Weg zum kinderfreundlichsten Bezirk Wiens gemacht: Wir haben die Zahl von öffentliche Pflichtschulen mit ganztägiger Betreuung verdreifacht. Die Zahl der städtischen Kindergartenplätze für 0-3-Jährige haben wir um 25% erhöht. Mit einer eigenen Sommer- und Herbstferienbetreuung bieten wir Unterstützung für berufstätige Eltern. Gleichzeitig organisieren wir auch zusätzliche Angebote für SeniorInnen, wie z.B. den Park-Club im Alois-Drasche-Park.

Was sind die wichtigsten Punkte in Ihrem "Wahlprogramm" zur Wien-Wahl?

Der wichtigste Punkt ist, dass alle im Vierten ein gutes Leben führen können. Wir brauchen leistbaren Wohnraum, gerade im privaten Mietsektor. Wir müssen den öffentlichen Raum attraktiver machen. Denn wer keine Dachterrassen-Wohnung hat, braucht ansprechende öffentliche Parks und Plätze als Wohn- und Kinderzimmer im Freien. Und wir möchten den Zusammenhalt weiter stärken: Es ist wichtig füreinander da zu sein und aufeinander Rücksicht zu nehmen!

Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren im Bezirk mit Ihrer Unterstützung umgesetzt werden? 

Ich möchte ein flächendeckendes Nachmittagsangebot an allen Wiedner Pflichtschulen, ein soziales Beschäftigungsprojekt gegen Langzeitarbeitslosigkeit und ein Pilotprojekt für eine armutsfeste Kinder-Grundsicherung verwirklichen. Für den öffentlichen Raum habe ich ein konkretes Maßnahmenpaket ausgearbeitet, um die Forderungen der Fußgänger-Initiative "Platz für Wien" zu realisieren. Dafür braucht es aber zwei Dinge: Ein Investitionspaket des Verkehrsressorts und Beteiligungsprojekte, bei denen die BewohnerInnen die Umgestaltung mitbestimmen können. 

Was waren die großen Herausforderungen während der Corona-Pandemie?

Die massiven Einschränkungen unserer Betreuungs- und Sozialprojekte, aber auch die erzwungene Verschiebung unserer Kulturangebote. Wir haben auf die Situation reagiert, indem wir im Sommer rund 100 Kultur- und Freizeitveranstaltungen in den öffentlichen Raum verlegt haben und neue Projekte gestartet haben: Das Lerncafé z.B., bei dem Kinder unterstützt werden, den schulischen Anschluss für den Herbst wiederzufinden.

Sie haben sich auch mehrmals zum Thema "Verkehrsfreie City" geäußert. Was sind Ihre größten Bedenken, was könnten sich durch das Projekt für Wien-Wieden ändern?

Mein größtes Bedenken ist, dass es eine reine PR-Aktion ist, die möglichen Auswirkungen auf die Nachbarbezirke wurden niemals ernsthaft geprüft.. Gemeinsam mit meinen AmtskollegInnen aus Mariahilf und dem Alsergrund habe ich der Frau Vizebürgermeisterin konkrete Vorschläge gemacht, wie wir ohne jede Verzögerung eine nachhaltige Verkehrsberuhigung auch außerhalb des Rings erreichen könnten. Das hat die Frau Vizebürgermeisterin leider nicht aufgegriffen. Ich befürchte, da ging es nie um die Sache oder eine reale Umsetzung, sondern ausschließlich um die Schlagzeile. 

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien im Bezirk?

Gerade auf Bezirksebene geht es um die beste Lösung für die Anwohnenden. Ich arbeite daher gerne und gut mit allen Fraktionen zusammen, die etwas für den Bezirk weiterbringen wollen. 

Wo sehen Sie Ihre Partei bei der Gemeinderatswahl 2020?

Am ersten Platz. Wer mehr Gerechtigkeit und positive Veränderung will, für den ist die SPÖ auch im Vierten die richtige Wahl.  

Alle Interviews finden Sie in unserem Wien Wahl-Special

(Red.)

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