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Wegen Corona: Anschlag in Wien dürfte Tourismus kaum schaden

Der negative Effekt von Terroranschlägen auf die Wirtschaft hält meist nicht lange.
Der negative Effekt von Terroranschlägen auf die Wirtschaft hält meist nicht lange. ©pixabay.com (Sujet)
Der Terroranschlag in Wien verpasst dem heimischen Tourismus einen weiteren Dämpfer. Da die Branche wegen der Corona-Krise jedoch ohnehin bereits brach liegt, sei im konkreten Fall nur wenig Schaden zu erwarten.

Terroranschläge dämpfen die Wirtschaft, sagen Ökonomen. Unklar ist wie stark, in der Regel hält der Effekt aber nicht lange. Die größte Auswirkung zeigt sich dabei im Tourismus - der aber derzeit angesichts der Coronapandemie ohnehin am Boden liegt. Daher dürfte die Auswirkung des Anschlags in Wien auf die Wirtschaft nicht sehr groß sein.

Negativer Effekt von Terroranschlägen hält nicht lange

Der Österreicher Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), verweist im Gespräch mit dem Handelsblatt darauf, dass Anschläge Angst machen und Verunsicherung schaffen. Das führe zu Zurückhaltung bei Konsum und Investitionen. Staatlicher Schutz gegen weitere Anschläge könne außerdem hohe Kosten verursachen und so die Wirtschaft weiter belasten.

Ifo-Präsident Clemens Fuest geht hingegen von nur geringen Auswirkungen auf die Wirtschaft aus. Selbst nach großen Anschlägen wie jenen vom 11. September 2001 in New York seien die Einbrüche meistens nach kurzer Zeit wieder ausgeglichen worden. Derzeit seien an den Finanzmärkten keine Einflüsse der aktuellen Anschläge sichtbar.

Tourismus schon durch Coronakrise "stillgelegt"

Beide Ökonomen sind sich aber einig, dass der Tourismus der am stärksten betroffene Sektor ist. Angst und Kontrollen vermiesen den Menschen die Lust am Reisen. "Aber die ist derzeit wegen Corona ohnehin gering", schränkt Fuest laut Zeitung ein. Auch Felbermayr verweist darauf, dass die Branche "sowohl in Frankreich als auch in Österreich de facto stillgelegt ist". Daher sei im konkreten österreichischen Fall nur wenig Schaden zu befürchten. Sollten die Anschläge aber zu einer Abschottung und etwa weniger Einwanderung führen, dann leide die Wirtschaft.

(APA/Red)

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