WEGA-Einsatz in der Millennium-City: Details zur Bombendrohung

Beim Polizeieinsatz vor der Millennium City
Beim Polizeieinsatz vor der Millennium City ©Leserreporter Helmut D.
Ein 34-jähriger Mann hat am Dienstag die Millennium-City in Wien-Brigittenau mit einer Bombendrohung in atem gehalten.  Gegen 10.30 Uhr wurde die Polizei alarmiert und rund 900 Personen wurden aus dem Gebäude evakuiert.
Leserreporter vor Ort
Die Bombendrohung


Zuvor hatte der Mann mit seiner Tochter einen Indoor-Park betreten und zu schreien begonnen. Er wurde von der WEGA festgenommen, Sprengstoff wurde nicht gefunden, das Kind blieb unverletzt.

Bombendrohung am Indoor-Spielplatz

Etwa 100 Personen befanden sich zum Zeitpunkt der Bombendrohung in dem 2.300 Quadratmeter großen Indoor-Spielplatz. “Der 34-Jährige hat auf einmal laut zu schreien begonnen”, erzählte der Geschäftsführer. Nachdem ihn die Angestellten daraufhin aufforderten, die Räumlichkeiten im fünften Stock des Gebäudes zu verlassen, drohte er mit der Bombe.

Seine vierjährige Tochter hielt der Mann fest. “Er forderte danach die Angestellten auf, sie sollen die anderen Kinder aus dem Park bringen”, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

WEGA-Einsatz: Evakuierung und Festnahme

Nachdem der Geschäftsführer über den Vorfall informiert wurde, alarmierte dieser umgehend die Security und diese infolge die Polizei. Aufgrund der Bombendrohung wurde zudem der Verfassungsschutz zum Tatort gerufen, berichtete Eidenberger.

Im Zuge der Evakuierung wurde das Areal rund um die Millennium-City für den öffentlichen Verkehr gesperrt, auch die Wiener Linien konnten die Station Handelskai nicht befahren. Im Gebäude überraschten inzwischen die eingetroffenen WEGA-Polizisten den unbewaffneten 34-Jährigen und nahmen ihn nach kurzer Gegenwehr fest. Bilder vom Einsatz finden Sie hier.

Kein Sprengstoff in der Millennium City

Spürhunde durchsuchten das Stockwerk auf Sprengstoff, dabei wurden auch zwei Taschen kontrolliert, deren Herkunft ungeklärt war – gefunden wurde jedoch nichts. Um 11.40 Uhr wurde die Evakuierung wieder aufgehoben, sagte Eidenberger. Die Vierjährige wurde in eine nahegelegene Polizeiinspektion gebracht, wo bereits die von der Exekutive verständigten Brüder auf sie warteten. Hintergründe und Motive für die Tat waren am frühen Dienstagnachmittag noch nicht bekannt.

(apa/red)

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