Wahlen in Oberösterreich: Hohe Plakatdichte

Die Plakatdichte bei der OÖ-Wahl ist hoch, aber die Themenauswahl dürftig.
Die Plakatdichte bei der OÖ-Wahl ist hoch, aber die Themenauswahl dürftig. ©APA/BARBARA GINDL
FPÖ, SPÖ und Grüne sind bereits in die Intensivphase des Wahlkampfs in Oberösterreich gestartet. Generell gibt es eine hohe Anzahl an Plakaten bei der Wahl. Thematisch ist allerdings noch etwas Luft nach oben.
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Nachdem FPÖ, SPÖ und Grüne bereits in den Intensivphase des oberösterreichischen Landtagswahlkampfs gestartet sind, folgen diese Woche NEOS und ÖVP. Thematisch hat der Wahlkampf aber noch nicht recht Fahrt aufgenommen. Corona wird weitgehend ausgespart, die Parteien bedienen ihre Klassiker, sachliche Auseinandersetzungen sind spärlich. Zuletzt lieferten sich Grüne und ÖVP bis hinauf zu Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger einen Schlagabtausch zum Pflanzenschutz.

ÖVP plakatiert "Mut" und "Hausverstand"

Die ÖVP plakatiert Schlagworte wie "Mut" oder "Hausverstand", die FPÖ bemüht "Sicherheit" und "Heimat", die SPÖ setzt auf ihre Klassiker Pflege, Bildung und Arbeit. Die Grünen sind ganz auf das Klima fokussiert und leihen sich dazu auch schon mal den "Heimat"-Begriff, die NEOS thematisieren Kinderbetreuung - ohne viel Resonanz bei den anderen zu finden. In Sachen Corona halten sich alle zurück.

Nach Wahlen: Grüne peilen Partnerschaft mit ÖVP an

Die Grünen, die eine Partnerschaft mit der ÖVP anpeilen, haben nun offenbar bei der Volkspartei einen wunden Punkt getroffen: Das Plakat mit dem Titel "Bio oder Gift?" - abgebildet ist eine Gestalt mit Schutzausrüstung und Pflanzenschutz-Spritze - ist für Köstinger "respektlos, primitiv und populistisch" und eine "Pauschale Verunglimpfung" der Landwirte ,weshalb es aus dem Verkehr gezogen werden solle. Oberösterreichs schwarzer Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer sieht darin gar "Gift für den Zusammenhalt in Oberösterreich". Grünen-Spitzenkandidat Stefan Kaineder reagierte mit einem Video, indem er von "bewusster Fehlinterpretation seitens der ÖVP" spricht. So wolle seine Partei mit dem Plakat "multinationale Agro-Chemie-Konzerne" an den Pranger stellen und nicht "die konventionelle heimische Landwirtschaft" diskreditieren.

Kein zentrales Wahlkampfthema

Abgesehen von derartigen Scharmützeln plätschert der Wahlkampf ruhig dahin. Die Dichte der Plakate an den Straßenrändern ist ebenso hoch wie jene der Politikertermine. Ein zentrales Wahlkampfthema, an dem keine Partei vorbeikommt, hat sich aber noch nicht herauskristallisiert. Am ehesten Potenzial dazu könnten Bodenversiegelung, Verkehr oder Klimaschutz sowie - je nach weiterer Entwicklung in Afghanistan - die Asyldebatte oder bei steigenden Infektionszahlen doch die Corona-Pandemie entwickeln.

(APA/Red)

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